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Individueller Duft Forscher knacken Geruchscode für die Partnersuche

Der individuelle Körpergeruch spielt eine wichtige Rolle bei der Partnersuche – bei Tieren ebenso wie beim Menschen. Deutsche Forscher sind jetzt hinter das chemische Geheimnis der Partnerwahl durch die Nase gekommen.
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Welcher Duft uns angenehme erscheint, hängt nicht zuletzt von der eigenen Immunausstattung ab. Quelle: dpa

Welcher Duft uns angenehme erscheint, hängt nicht zuletzt von der eigenen Immunausstattung ab.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Vögel tun es, Mäuse auch, Fische sowieso – und der Mensch offenbar auch. Viele Wirbeltiere erschnuppern sich über den Körpergeruch eines potenziellen Partners Informationen über dessen Immunausstattung. Diese unbewusst ablaufende Informationsbeschaffung soll helfen, den Partner mit der optimalen Ergänzung zu den eigenen Immungenen auszusuchen, was den gemeinsamen Nachkommen besseren Schutz vor Krankheitserregern verspricht.

Forscher der Max-Planck-Institute für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg und für Evolutionsbiologie in Plön haben nun gemeinsam mit Kollegen der Universität Dresden die chemische Natur dieses individuellen Parfüms beim Menschen aufgeklärt.

„Obwohl bei Menschen insgesamt viele hundert verschiedene Formen der sogenannten HLA-Immungene vorkommen, besitzt jeder Mensch nur einige wenige Varianten“, so Manfred Milinski, Direktor am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie. „Und diese bestimmen den typischen Körpergeruch.“

Den Forscher gelang es, die Bestandteile des Körpergeruchs – bestimmte Eiweißbruchstücke, Peptide genannt – künstlich herzustellen. In einem Test überprüften sie ein auf dieser Basis entwickeltes  Duftwasser an 30 Probandinnen, bei denen sie die Immungen-Varianten zuvor bestimmt hatten. Dazu wurden diese gebeten, die künstlichen Eiweißbruchstücke mit ihrem Achselschweiß zu vermischen und zu entscheiden, welche der verschiedenen Varianten ihnen am meisten zusagte.

Der Duft der Gene
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