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Innovatives Verkehrskonzept Kabinentaxis sollen verstopfte Straßen entlasten

Ein US-Startup will Städte von Verkehrsstaus erlösen – mit schwebenden Kabinentaxis über den Straßen. Die Funktionsweise erinnert an bekannte Schwebebahnen, das Ziel soll aber individuell gewählt werden können.
25.12.2012 - 17:39 Uhr Kommentieren
So sollen sie aussehen - die Kabinentaxis der Zukunft. Quelle: Pressefoto

So sollen sie aussehen - die Kabinentaxis der Zukunft.

(Foto: Pressefoto)

Düsseldorf Beneidenswert bequem ist das Leben in Neu New York, dem fiktiven Schauplatz der Zeichentrickserie Futurama: Dort steigen die Bewohner morgens in eine Glasröhre, die sich hoch über den Dachfirsten durch die Stadt schlängelt, und lassen sich wie eine Rohrpost-Kartusche direkt vors Büro katapultieren.

Diese schöne neue Cartoon-Welt, in der niemand mehr im Stau oder im verstopften Regionalzug steht, spielt leider im fernen, 31. Jahrhundert. Doch so lange will Jerry Sanders nicht warten. Der Chef des US-Startups SkyTran hofft, schon in zwei Jahren die erste menschliche Rohrpost in Betrieb nehmen zu können. „Die Menschen sind es leid, jede Woche Stunden in Staus zu verbringen“, sagt Sanders. Er glaubt: „Für dieses Problem haben wir die beste und preiswerteste Lösung.“

Der SkyTran, wie sein neues Transportmittel heißt, hat vor allem eines mit der Futurama-Rohrpost gemeinsam: Das System transportiert jeden Passagier einzeln und auf direktem Weg zu seinem Ziel – ohne Zwischenstopps an Haltestellen oder roten Ampeln. Als Vehikel dienen windschnittige Kabinen, in denen zwei Personen wie in einem Segelflugzeug hintereinander sitzen und die, aufgehängt an einer 45 Zentimeter dicken Metallschiene, sechs Meter hoch über der Straße durch die Luft gleiten.

Die Passagiere steigen an speziellen Halte-Plattformen ein, vergleichbar mit den Stationen der Wuppertaler Schwebebahn. Sobald sie Platz genommen haben, wählen sie auf einem Flachbildschirm ihr Ziel – und schon braust die computergesteuerte Kabine los und schwenkt über eine Weiche in die Hauptfahrstrecke ein. Im dichten Abstand von einer halben Sekunde sausen die Wagen hintereinander her, jeder einzelne wählt innerhalb des weit verzweigten Streckennetzes die kürzeste Route.

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    Ungestört von Staus oder Ampeln, so die Idee von Sanders, kommen Stadtbewohner damit schneller durch die Rushhour – und enorm umweltfreundlich: Die Kabinen verbrauchen pro Kilometer 15 Mal weniger Energie als herkömmliche Autos.

    Pilotstrecke in Tel Aviv?
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