ISS Kosmonauten beenden Außenarbeiten an Raumstation

Routiniert montieren und hantieren zwei russische Raumfahrer im freien Weltraum. Es ist der 193. Weltraumspaziergang für Arbeiten an der Station ISS. Als Besonderheit schicken sie rund 70.000 SMS ins All.
Zu Beginn des Einsatzes ließ einer der Kosmonauten eine Speicherkarte mit SMS-Botschaften in den freien Weltraum schweben. Quelle: dpa
Blick auf die Erde

Zu Beginn des Einsatzes ließ einer der Kosmonauten eine Speicherkarte mit SMS-Botschaften in den freien Weltraum schweben.

(Foto: dpa)

MoskauBei einem mehrstündigen Außeneinsatz haben zwei russische Kosmonauten Geräte für Experimente an der Außenwand der Internationalen Raumstation ISS angebracht. Der Einsatz verlief effizient. Nach rund viereinhalb Stunden schwebten Juri Malentschenko und Sergej Wolkow etwa eine Stunde früher als geplant durch die Schleuse wieder zurück an Bord der ISS, wie die Flugleitzentrale in Koroljow bei Moskau am Mittwoch mitteilte.

Die beiden erfahrenen Kosmonauten testeten unter anderem ein spezielles Klebeband für künftige Reparaturarbeiten an der ISS. Zudem sammelten sie einen Behälter mit organischen und biologischen Stoffen ein. Auf der Erde sollen die Proben später chemisch, toxikologisch und mikrobiologisch untersucht werden.

Als der Adler landete
Start von Apollo 11
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Am 16. Juli 1969 hob eine Saturn-V-Rakete vom Kennedy Space Center der Nasa in Florida ab. An Bord drei Männer, von denen zwei als erste Menschen einen fremden Himmelskörper betreten sollten. Apollo 11 war auf den Weg gebracht.

US-Präsident John F. Kennedy
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US-Präsident John F. Kennedy

Acht Jahre zuvor hatte Präsident John F. Kennedy Amerika den Weg zum Mond gewiesen: In einer Rede vor dem Repräsentantenhaus formulierte er das Ziel "... bis zum Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf den Mond und wieder sicher zur Erde zu bringen."

Foto: ap

Raketenbauer Wernher von Braun (M.) mit Präsident Kennedy
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Raketenbauer Wernher von Braun (M.) mit Präsident Kennedy

Der wegen seiner NS-Vergangenheit umstrittene Braun konstruierte die Mondrakete Saturn V, bis heute die größte jemals gebaute Rakete.

Foto: ap

Crew von Apollo 11
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Crew von Apollo 11

Die Crew von Apollo 11: Neil Armstrong (l.) und Edwin "Buzz" Aldrin (r.) waren als Mondlandeteam eingeteilt. Michael Collins blieb die undankbare Aufgabe, mit der Kommandokapsel Warteschleifen um den Erdtrabanten zu fliegen.

Foto: ap

Vor dem Start
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Vor dem Start

Die Crew von Apollo 11 auf dem Weg zur Startrampe.

Foto: Nasa

Mondfähre im Anflug
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Mondfähre im Anflug

Die Mondfähre "Eagle" im Landanflug auf den Mond - gesehen mit den Augen eines Nasa-Zeichners. Am 20. Juli 1969 setzte der "Adler" auf der Mondoberfläche auf.

Illustration: Nasa

Aldrin neben der Mondlandefähre
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Buzz Aldrin neben dem Standbein der Landefähre. Das Foto ist ein gutes Beispiel für ein Problem, das erst nach Abschluss der Mission wirklich deutlich wurde: Während es ...

Der Arbeitseinsatz im freien Weltraum verlief Berichten zufolge ohne Zwischenfälle. Ein Ausstieg von zwei US-Astronauten Mitte Januar war aus Sicherheitsgründen vorzeitig abgebrochen worden, weil sich ein Wassertropfen im einem der Helme gebildet hatte.

Zu Beginn des Einsatzes ließ Malentschenko eine Speicherkarte mit SMS-Botschaften in den freien Weltraum schweben. Auf der Karte befanden sich 70.000 „Danke“-Nachrichten, die Russen anlässlich des 70. Jahrestages des Sieges der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg am 9. Mai 2015 geschickt hatten. Die Aktion trug den Titel „SMS für ISS“.

Für Malentschenko war es der sechste, für Wolkow der vierte sogenannte Weltraumspaziergang. Auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde arbeiten derzeit drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Engländer.

  • dpa
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