Katastrophenhilfe aus Brüssel EU-Satellitenprogramm hilft Hurrikan-Rettern

Die EU unterstützt die Hilfskräfte in den vom Hurrikan Irma verwüsteten Regionen mit moderner Satellitentechnik. Von Brüssel aus werden die Daten des Satellitenprogramms Copernicus an die Retter weitergeleitet.
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Die Sentinel-Satelliten sind Teil des europäischen Copernicus-Programms. Daten der Erdbeobachter sollen den Rettungskräften im Kampf gegen die Folgen des Hurrikans Irma helfen. Quelle: dpa
Erdbeobachtungssatellit Sentinel-2B

Die Sentinel-Satelliten sind Teil des europäischen Copernicus-Programms. Daten der Erdbeobachter sollen den Rettungskräften im Kampf gegen die Folgen des Hurrikans Irma helfen.

(Foto: dpa)

BrüsselFernab der Katastrophe, aber per Satellit und mit modernster Technik mittendrin: Von einem Krisenbewältigungszentrum in Brüssel aus koordiniert die EU derzeit Hilfe für die vom verheerenden Hurrikan Irma verwüsteten Regionen.

Herzstück dabei sind die vom EU-Satellitenprogramm Copernicus gelieferten Erdbeobachtungsbilder, die Zerstörungen ganzer Landstriche dokumentieren, zugleich aber auch auf Stadtviertel einzoomen können. In der rund um die Uhr besetzten Schaltzentrale in Brüssel laufen zwölf Stunden nach dem Satellitenüberflug Bilder zur Analyse ein, die dann an Verantwortliche in der Katastrophenregion weitergeleitet werden.

„Irmas“ Kraft lässt nach
Everglades City
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Für die Flucht vor Hurrikan „Irma“ hat der Elektroauto-Hersteller Tesla einigen Fahrern in den USA zusätzliche Reichweite per Software-Update freigeschaltet. Wer Florida oder andere Evakuierungszonen verlassen musste, bekam je nach Modell bis zu 40 Meilen (etwa 65 Kilometer) Reichweite extra auf der Batterie, wie US-Medien berichteten. Betroffen seien die Modelle S und X, bei denen 75-kWh-Batterien per Software auf 60 kWh begrenzt seien. Ein solches Auto besitzt natürlich nicht jeder.

Straßenbegehung
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Ein Mann und eine Frau machen einen Spaziergang durch ungewöhnliche Szenerie. Das Hochwasser in Jacksonville brach den Rekordwert von 1964 deutlich. Der Wetterdienst forderte die Menschen auf, höheres Gelände aufzusuchen. Außerhalb von Orlando wurden die ersten Häuser geräumt, weil das Hochwasser stieg.

Der Morgen danach
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Auf Marco Island sieht sich Anwohner Rick Freedman die Schäden der Nacht an.

Trost für Tampa
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Es hätte noch viel schlimmer kommen können für die Stadt an Floridas Westküste. „Statt des erwarteten Schlags in Gesicht war es ein Streifhieb“, sagte Bürgermeister Bob Buckhorn dem Sender MSNBC.

Gummistiefel-Wetter
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Eine Frau watet durch die Fluten, die ihr Auto davongetragen hat. „Irma“ schwächte sich am Montag über Florida zu einem Tropensturm ab und zog Richtung Georgia weiter. Am Dienstag dürfte dieser zu einem Tiefdruckgebiet werden.

Versorgungsengpässe
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Nach Angaben der geschäftsführenden Heimatschutzministerin Elaine Duke waren am Montag allein in Florida über fünf Millionen Haushalte und Unternehmen ohne Elektrizität. Rund 200.000 Menschen seien noch in Notunterkünften, sagte Duke dem TV-Sender CNN.

Wind und Wasser
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Ein zerfetztes Straßen-Plakat weht über der menschenleere Interstate 95 Northbound. Wie groß die Schäden durch den Hurrikan sind, ist noch völlig unklar. Teile von Miami standen unter Wasser.

„Schon bevor Irma die Karibik traf, waren wir pro-aktiv und mobilisierten unsere Hilfsmöglichkeiten im Kontakt mit unseren Leuten vor Ort“, sagte der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides, beim Besuch der Zentrale. Ein Koordinationsteam stehe zur Reise in betroffene Gebiete bereit und Hilfsgelder würden mobilisiert.

28 Karten für von dem Hurrikan verwüstete Regionen wurden bereits erstellt, weitere werden folgen. Ersichtlich wird dank der Satellitenbilder auch für noch schwer zugängliche Gebiete, wo welche Hilfe benötigt wird.

Vorbereitet sein, um gemeinsam mit den EU-Ländern und internationalen Partnern koordinierter und schneller Hilfe losschicken zu können, lautet das Motto des Krisenzentrums. Im aktuellen Fokus des Zentrums stehen neben Irma und dem Erdbeben vor Mexiko die Gewalt in Myanmar und die Hungersnot in Kenia, außerdem auch drohende Waldbrände in Südeuropa.

Das Copernicus-Satellitenprogramm wird aus dem EU-Budget und von den 22 Mitgliedsländern der Europäischen Weltraumorganisation Esa finanziert. Die Daten sind für Nutzer kostenfrei verfügbar. Sie werden außer bei Naturkatastrophen und Überschwemmungen auch in der Forst- und Landwirtschaft eingesetzt, um den Zustand von Pflanzen oder die Trockenheit von Böden zu beurteilen.

  • dpa
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