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Kometensonde Rosetta Besuch beim Quietscheentchen

In wenigen Tagen wird die Sonde Rosetta ihr Ziel, den Kometen Tschuri erreichen. Der hatte Forscher zuletzt durch seine ungewöhnliche Form verblüfft – und das dürfte nicht die letzte Überraschung gewesen sein.
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Nach zehnjähriger Reise wird Rosetta Anfang August den Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko erreichen. Quelle: ap

Nach zehnjähriger Reise wird Rosetta Anfang August den Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko erreichen.

(Foto: ap)

Köln Dass die jahrelange Reise der Rosetta-Kometensonde durchs All eine Mission ins Ungewisse werden würde, haben die Forscher schon lange gewusst. Doch nun könnte sich Rosettas Flug zu ihrem Zielkometen als noch spannender erweisen als gedacht.

Kurz vor ihrer weltweit mit Spannung erwarteten Ankunft beim Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko (Tschuri) am 6. August hat die europäische Raumsonde den Wissenschaftlern eine faustdicke Überraschung präsentiert. Aktuelle Rosetta-Bilder des Kometen zeigen einen Himmelskörper, der ganz anders aussieht als von den Astronomen erwartet.

„Dieser Komet scheint völlig anders zu sein als jeder andere, den wir zuvor gesehen haben“, erläuterte der Forscher Carsten Güttler vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. „Die Bilder erinnern mich vage an ein Quietscheentchen.“

Damit hat der europäische Kometenjäger Rosetta den Wissenschaftlern bereits kurz vor seinem Eintreffen bei Tschuri ein erstes Rätsel aufgegeben: Wie erhielt der Komet seine entenartige Form? Weitaus tiefschürfender sind allerdings die Fragen, die Rosettas Daten langfristig beantworten sollen: Was genau geschah bei der Geburt des Sonnensystems, und wie ist später das Leben auf die Erde gekommen?

Antworten darauf könnten Analysen der Zusammensetzung von Tschuri liefern, der wie die anderen Kometen ein Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren ist. Doch wenn die knapp drei mal zwei mal zwei Meter große Rosetta-Sonde nach mehr als zehnjähriger Reise durchs All am 6. August ihren Kometen erreicht, beginnt erst einmal eine Serie von heiklen Manövern: Die vom Darmstädter Kontrollzentrum der europäischen Weltraumagentur ESA gesteuerte Sonde soll in eine Umlaufbahn um Tschuri einschwenken und zunächst die Oberfläche des Kometen kartieren.

In der ersten Novemberhälfte wird Rosetta dann den in der Sonde mitgeführten Lande-Roboter Philae auf der Kometenoberfläche absetzen. Dies wird vom DLR in Köln gesteuert.

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