Kommando zurück Zugvögel kehren wegen der Kälte um

Wenn der Winter vorbei ist, beginnt jedes Jahr eine der größten Tierwanderungen nach Norden. Diesmal lässt die März-Kälte viele umkehren. In sicherer Entfernung warten sie auf besseres Wetter.
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Wenn der Winter vorbei ist, beginnt jedes Jahr eine der größten Tierwanderungen nach Norden. Diesmal lässt die März-Kälte viele umkehren. Quelle: dpa

Wenn der Winter vorbei ist, beginnt jedes Jahr eine der größten Tierwanderungen nach Norden. Diesmal lässt die März-Kälte viele umkehren.

(Foto: dpa)

FrankfurtViele Zugvögel waren schon da, jetzt bremst die Kälte in Deutschland sie aus. Große Schwärme von Kiebitzen, Kranichen und Goldregenpfeifern seien auf ihrem Weg in die Brutgebiete umgekehrt, sagte Matthias Werner von der Staatlichen Vogelschutzwarte in Frankfurt in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Über Hessen seien in den vergangenen Tagen viele in Richtung Südwesten unterwegs gewesen. „Sie waren schon weit im Norden, aber wegen des vielen Schnees finden sie dort nichts zu fressen.“ In solchen Fällen komme es zum „Zugstau“ - „die Vögel weichen dann zurück, das gibt es immer wieder mal.“

Die Vögel fliehen vor der klirrenden Kälte, die von Nord nach Süd über Deutschland gezogen ist. In Hessen, wo es am Dienstag heftige Schneefälle gab, legten viele eine Rast ein und suchten nach Lücken in der weißen Decke. „Einige hundert Goldregenpfeifer pausieren derzeit in Nordhessen“, sagte Werner.

Kraniche seien auf Feldern in der Wetterau nördlich von Frankfurt beobachtet worden. Bei der Nahrungssuche sind sie nicht wählerisch. Kartoffel-, Mais- und Rübenreste auf den Feldern genügen ihnen. „Es sind robuste Vögel, die vertragen einiges“, sagte Werner. Als am Dienstag auch in Hessen viel Schnee fiel und die Temperaturen in den Keller gingen, zogen sich manche Vögel noch weiter zurück. Sie warten auf besseres Wetter.

Dabei hatte der Vogelzug in diesem Jahr ungewöhnlich früh begonnen. Schon im Januar, als in Deutschland sehr mildes Wetter herrschte, waren die ersten Kraniche auf dem Weg nach Norden zu sehen. In Südeuropa herrsche jetzt „Zugunruhe“, sagte Werner. Die Tiere seien bestrebt, möglichst früh in den Brutgebieten in Nordeuropa zu sein, damit sie sich die besten Plätze aussuchen können - „wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Zwar habe Deutschland drei kalte Winter erlebt, aber davor hatte es etliche milde Winter geben. Einige Vögel, die sonst den Winter am Mittelmeer verbringen, hätten sogar in Deutschland überwintert.

Störche scheinen der Kälte besser trotzen zu können, sie sind nicht umgekehrt: „Alle Nester rund um Groß-Gerau in Südhessen sind besetzt, und sie klappern pausenlos“, sagte Werner. Sie balzten zwar seit dem Rückkehr der Kälte weniger, aber sie wichen nicht zurück, sondern blieben auf den Nestern. Einige Graureiher seien sogar schon beim Brüten. Den Eiern passiere nichts, denn sie würden von den Eltern gut gewärmt. Schnee oder Schneeregen bremse die Balz, aber sobald die Sonne scheine, sei auch wieder Gesang vieler Arten zu hören. „Die Tageslänge ist entscheidend.“


  • dpa
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6 Kommentare zu "Kommando zurück: Zugvögel kehren wegen der Kälte um"

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  • @Ozonschicht (gibt es die überhaupt noch?)

    auf einen solch ernsthaften Kommentar, ein ernsthafte Antwort: nicht mein verschwenderisches massloses Leben ist am vorgeblichen "Klimawandel" schuld. Neueste "Klima"-Forschungen ergeben, die verschwenderischen masslosen Kakerlaken sind es:

    http://www.blick.ch/news/ausland/die-kuechenschabe-ist-ein-klimakiller-id2196663.html

  • @klauswagner

    http://www.iknews.de/2013/01/29/leak-von-ipcc-bericht-die-einschaetzungen-zum-klimawandel-waren-falsch/

    http://www.telegraph.co.uk/earth/environment/climatechange/9787662/Global-warming-at-a-standstill-new-Met-Office-figures-show.html

    http://spanienleben.blogspot.de/2013/03/spanien-im-eis-und-schnee-auch-diesem.html#!/2013/03/spanien-im-eis-und-schnee-auch-diesem.html

    kälteste je gemessene Temperatur in Sibirien innerorts
    http://www.welt.de/vermischtes/article113749922/Neuer-Kaelterekord-in-Sibirien-mit-71-Grad.html

    Außerdem mache ich hier mal die Arbeit der HB-Zensoren (die sehr selektiv zu arbeiten scheinen): bitte nicht persönlich werden!
    Ich denke, Ihr letzter Satz sagt deutlich welch Geistes Kind Sie sind. Mit Religiösen und Ideologen sollte man nicht diskutieren - die werden sonst böse!

  • @hafnersp:

    Sie täuschen sich: wenn es kalt ist, handelt es sich um Wetter, und auch wenn es warm ist, handelt es sich um Wetter.

    Klima ist einfach die langjährige Statistik des Wetters (Durchschnitts- und Extremwerte sowie Verläufe von Temperaturen, Niederschlägen, Sonnenscheindauer, ....).
    Und da nicht zu erwarten ist, dass Zugvögel, im Gegensatz zu manchen Menschen, jemals Statistik verstehen werden, richten sie sich halt einfach weiterhin nach den aktuellen Wetterverhältnissen.
    Außerdem gibt es nicht ein einheitliches Weltklima, sondern Klimazonen.
    Und auch wenn sich die weltweite Durchschnittstemperatur erhöht, kann es Zonen geben, in denen es längerfristig kälter wird. Denn es ändern sich ja nicht nur Temperaturen, sondern auch großräumige Strömungsverhältnisse sowohl in der Atmosphäre als auch in den Meeren. Und das kann natürlich auch die Niederschlagsverhältnisse ändern - und zwar in verschiedenen Regionen auch in entgegengesetzter Richtung.

    Es ist einfach lästig, wenn Sie mit Ihrem eindimensionalen monokausalen Tunnelblick-Weltbild immer wieder Ihren unappetitlichen Schaum vor dem Mund abtropfen lassen.

  • Man kann nur hoffen, dass der Planet sich endlich erwärmt. Diese Arschkälte ist doch nix! Also, ordentlich heizen und viel Autofahren. Oder auch gerne mal in den Urlaub jetten! Auf gehts!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Zugvögel haben den großen Vorteil, daß sie nicht lesen können und auch keinen Fernseher haben. Deshalb ist die Klimaerwärmungs-Gehirnwäsche der letzten zwei Jahrzehnte an ihnen spurlos vorbeigegangen und sie halten sich an ihre eigenen Instinkte und Empfindungen, sie wenden also quasi ihren gesunden "Menschenverstand" an. Das ganz im Gegensatz zur Mehrheit der Menschen, die dessen nicht mehr fähig sind, weil es ja für alles "Experten",Politiker und JournalistInnen gibt, die das besser wissen.

    Übrigens finde ich es ganz aufschlußreich, daß immer wenn es kalt ist, dann heißt es Wetter und wenn es um Erwärmung, Wandel und Schutz geht, dann heißt es Klima.

    Auch wenn das Wetter diesen Winter (gefühlt) ziemlich kalt war, freue ich mich schon auf die Artikel in ein paar Monaten, die klar aufzeigen, daß das Winterklima dieses Jahr (natürlich objektiv gemessen!!!) wieder eine Rekordtemperatur erreichte: der heißeste Winter seit Menschengedenken!

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