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Kontaktverfolgung Start-ups helfen SAP und Telekom bei der Entwicklung der Corona-App

Auch junge Unternehmen werden sich am Bau einer App zur Verfolgung von Infektionsketten in Deutschland beteiligen. Die Herausforderungen sind groß.
06.05.2020 - 17:08 Uhr Kommentieren
Handyanwendungen sollen bei der Verfolgung von Corona-Infektionsketten helfen – und das auch im Ausland. Quelle: dpa
Corona-Tracking per App

Handyanwendungen sollen bei der Verfolgung von Corona-Infektionsketten helfen – und das auch im Ausland.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Weitere Unternehmen sollen den Aufbau einer App zur Eindämmung der Corona-Pandemie unterstützen. Neben den Dax-Konzernen SAP und Deutsche Telekom wollen sich auch Start-ups um den Zusammenschluss „Gesundzusammen“ an der Entwicklung der Smartphone-Anwendung für Deutschland beteiligen, wie am Mittwoch bekannt wurde.

Die Corona-Apps sollen helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn die Ausgehbeschränkungen gelockert werden. Sie sollen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind – und Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten hatten.

Die Bundesregierung hat über längere Zeit verschiedene Ansätze für die Entwicklung einer Corona-App diskutiert. Am Ende entschied sich Berlin für eine dezentrale Lösung. Ein entsprechendes Programm war in Deutschland unter dem Namen DP-3T vor allem von einem Team am Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit (Cispa) entwickelt worden.

In der Schweiz soll eine App auf Basis von DP-3T bereits am 11. Mai starten. „Ich gehe davon aus, dass es in Deutschland einige wenige Wochen mehr dauern wird“, hatte Cispa-Chef Michael Backes kürzlich in Aussicht gestellt.

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Standort erkennen

    Am 17. April hatte Backes' Team einen Prototypen der Anwendung veröffentlicht. Mit den Konzernen Telekom und SAP befinde sich das Zentrum im engen Austausch, sagte Backes. „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, dafür zu sorgen, dass die Sicherheit des Ansatzes konsequent umgesetzt wird“, so der Professor.

    Eine der anstehenden Aufgaben ist es, eine Schnittstelle für die App mit Corona-Testergebnissen zu schaffen. Nutzer sollen in der Anwendung eintragen können, sollten sie positiv auf das Virus getestet worden sein. Diese Meldung soll anonym und gleichzeitig sicher erfolgen, um einen Missbrauch zu verhindern und gleichzeitig höchsten Datenschutz zu wahren.

    Die Telekom hatte im März eine Anwendung vorgestellt, bei der Untersuchungsergebnisse von Corona-Tests digital bei den Labors abgefragt werden können. Zusammen mit den Unternehmen BS Software Development hatte der Dax-Konzern eine Schnittstelle für die Datenübertragung entwickelt.

    50 Millionen Downloads sollen erfolgen

    Die Initiative „Gesundzusammen“ teilte am Mittwoch mit, dass sie die Telekom und SAP „im Hinblick auf Nutzervalidierung sowie -research tatkräftig unterstützen“ werde. Über Details wolle man sich erstmal nicht äußern. Der Zusammenschluss hatte vor wenigen Wochen angekündigt, eine eigene Corona-Tracing-App auf Basis von Pepp-PT zu entwickeln.

    Wie das Handelsblatt erfuhr, soll die dafür entwickelte Nutzeroberfläche nun in die App der Bundesregierung einfließen. Die Start-ups sollen außerdem ihre Erfahrung einbringen, große Download-Zahlen zu erreichen und Nutzer über längere Zeit aktiv zu halten.

    Die App soll mindestens 50 Millionen Mal heruntergeladen werden, damit mit ihr Infektionsketten effektiv nachvollzogen werden können. An der Entwicklung ist neben der Fintech-Schmiede Finleap und der Versicherungs-Plattform Wefox auch das Tech-Start-up Via beteiligt.

    Die Erfassung von Kontakten mittels Corona-App soll über die Bluetooth-Technik erfolgen. Die US-Konzerne Google und Apple, die den Markt für Smartphone-Betriebssysteme dominieren, wollen dafür eine Schnittstelle programmieren.

    Beim Konzept von Apple und Google soll ein Kryptoschlüssel ausgetauscht werden, der sich alle zehn bis 20 Minuten ändern. Damit soll man Begegnungen nachvollziehen können, ohne dass ein Einzelner nachverfolgbar wäre.

    Google und Apple hatten angekündigt, dass sie ihre Schnittstelle grundsätzlich nur für eine Anwendung pro Land verfügbar machen werden und Forderungen an die Architektur der Anwendungen aufstellen. In Frankreich kam es daraufhin bereits zu einem Konflikt mit der Regierung, weil sich Paris und die Unternehmen nicht auf die Unterstützung einer bestehenden App einigen konnten.

    Mehr: Nach langem Streit beauftragt die Bundesregierung die beiden Dax-Konzerne Telekom und SAP.

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