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Kontrollierter Absturz im Fokus Roboter soll "Hubble-Leben" verlängern

Mit Hilfe eines Roboters will die US-Weltraumbehörde Nasa veruchen, das alternde Weltraumteleskop Hubble wieder auf Vordermann zu bringen.

HB WASHINGTON. Die US-Weltraumbehörde lud Wissenschaftler und Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) ein, bis Mitte Juli Vorschläge für die Entsendung eines mechanischen Helfers zu ihrem bisherigen astronomischen Paradestück zu unterbreiten.

Bei einem Treffen der Amerikanischen Astronomischen Gesellschaft in Denver (US-Bundesstaat Colorado) wurde der Schritt mit Jubel begrüßt. Überall auf der Welt hatten Experten mit Betroffenheit, ja Trauer reagiert, als die Nasa im Januar bekannt gab, dass sie „Hubble“ vorzeitig sterben lassen wolle. Ursprünglich war für 2005 ein Shuttle-Wartungsflug zu dem Observatorium geplant gewesen, um Gyroskope zum Kurshalten und Batterien auszuwechseln. Auf Grund des Absturzes der Raumfähre Columbia im Februar vergangenen Jahres wurde diese Mission jedoch gestrichen. Als Folge drohte „Hubble“ das Aus im Jahr 2007 oder 2008 und dann - etwa drei oder vier Jahre später - der Absturz auf die Erde.

Die Entsendung einer robotischen Rakete könnte nun dieses Schicksal abwenden. Wie Nasa-Chef Sean O'Keefe am Dienstag erklärte, haben Forschungen ergeben, dass eine solche Mission „Erfolg versprechender sein könnte als ursprünglich gedacht“. Für eine Festlegung sei es aber noch zu früh. Das Hauptaugenmerk gelte weiter der Aufgabe, im Fall des Falles einen „sicheren Absturz“ des Teleskops zu gewährleisten.

Das „Hubble“-Teleskop ist eine der bislang erfolgreichsten Investitionen der Raumfahrtgeschichte. Es hat seit seinem Start 1990 mehr als 100 000 Fotos aufgenommen und immer wieder durch seine gestochen scharfen Bilder von 10 Milliarden Lichtjahren entfernten Galaxien begeistert.

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