Künstliche Geckofüße Wenn der Roboter die Fenster hochgeht

Wissenschaftlern in den USA ist es gelungen, das Konstruktionsprinzip eines Echsenfußes nachzubilden. Das ermöglicht es einem Roboter, an einer Glasfläche hochzulaufen. Als Nächstes wollen die Wissenschaftler das auch Menschen ermöglichen.
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Glasflächen sind für Stickybot kein Problem. Quelle: stanford university

Glasflächen sind für Stickybot kein Problem.

BERLIN. Stickybot heißt ein in den USA entwickelter Roboter, der einem Gecko gleich an einer senkrechten Oberfläche hinaufklettern kann. Anfangs musste die Oberfläche noch rau sein, etwa eine Ziegelmauer. Inzwischen kann sich der Roboter auch ein einer glatten Oberfläche, etwa einer Glasplatte festhalten.

Um dem Stickybot das Klettern beizubringen, haben Mark Cutkosky und sein Team von Wissenschaftlern der Universität im kalifornischen Stanford die Füße der Echse nachgebaut. Der Zeh des Geckofußes besteht aus Lamellen, die wiederum mit einer Vielzahl von Härchen besetzt sind. Diese sind an sich schon feiner als ein menschliches Haar.

Sie sind aber am Ende gespalten, und die Fasern sind so klein, dass sie mit den Molekülen der Oberfläche, die die Echse hochklettert, interagieren: Es entsteht eine Anziehungskraft, die sogenannte Van-der-Waals-Kraft, die den Gecko an der Wand hält.

Die Konstrukteure haben dieses Prinzip für den Stickybot nachgebaut: Sie entwickelten ein künstliches Material, das den gleichen Effekt aufweist wie der Zeh des Geckos. Die Lösung war ein gummiartiges Material mit kleinen Härchen aus einem Polymer.

Anfangs konnte sich der Roboter damit nur an einer rauen Oberfläche halten. Inzwischen haben die Stanford-Wissenschaftler den Fuß so weiterentwickelt, dass der Stickybot auch an glatten Oberfläche klettern kann und die Füße auch ein höheres Gewicht halten können. Die größere Haftung erzielten sie dadurch, dass sie die Polymerfasern dünner machten, schreiben sie in einem Aufsatz, der kürzlich in dem US-Fachmagazin Applied Physics Letters erschienen ist.

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