Laserkanone als Schiffsgeschütz US-Marine will Drohnen mit Licht abschießen

Schiffe der US-Marine sollen kleine Boote und Drohnen künftig mit Laserlicht beschießen. Der US-Konzern Lockheed Martin entwickelt ein optisches Waffensystem.
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Mit einem leistungsstarken Laser sollen anfliegende Drohnen zerstört werden. (Foto: Lockheed Martin)
Laserkanone Helios

Mit einem leistungsstarken Laser sollen anfliegende Drohnen zerstört werden. (Foto: Lockheed Martin)

BerlinSchiffe schießen mit Licht: Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin soll für die US-Marine eine Laserwaffe entwickeln. Die ersten zwei Systeme sollen 2020 fertig sein und auf einem Zerstörer installiert werden. Für das Projekt stellt das US-Verteidigungsministerium 150 Millionen US-Dollar zur Verfügung.

Das System mit der Bezeichnung Helios soll gegen kleine Boote und Drohnen eingesetzt werden – auf zweierlei Weise: Mit einem Hochenergiefaserlaser soll Helios seine Ziele zerstören, während ein zweiter, weniger leistungsstarker Laser dafür gedacht ist, Sensoren und Kameras eines unbemannten Fluggeräts zu blenden. Das soll verhindern, dass ein Gegner mit einer Drohne das Schiff ausspioniert.

Helios wird mit Sensoren ausgestattet, mit denen das System ein größeres Umfeld um das Schiff erfassen kann. Die Daten sollen für das Aegis Combat System zur Verfügung stehen. Aegis ist ein radargestütztes Warn- und Feuerleitsystem, mit dem diverse Zerstörer der US-Marine ausgerüstet sind.

Die größten Flugzeugträger der Welt
USA: USS Carl Vinson
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Die Träger der US-amerikanischen Nimitz-Klasse, wie hier die USS Carl Vinson, waren bisher die größten Kriegsschiffe der Welt. Angetrieben von zwei Atomreaktoren und vier Dampfturbinen, haben sie bis zu 6.300 Mann Besatzung. Das letzte Schiff dieser Klasse kostete 6,3 Milliarden US-Dollar.

Die monatlichen Betriebskosten eines Flugzeugträgers dieser Größe betragen etwa 13 Millionen Dollar. Die Schiffe sind zeitlich nahezu unbegrenzt einsetzbar. Sie sind für eine Nutzungsdauer von rund 50 Jahren ausgelegt. Zehn Schiffe der Nimitz-Klasse bilden die US-amerikanische Flugzeugträgerflotte. Doch ein neues Schiff aus den USA hat die Nimitz-Klasse mittlerweile überholt ...

Flugzeugträger USS Gerald R. Ford
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Der US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford verlässt im April 2017 den US-Hafen von Newport News für erste Probefahrten. Es ist 333 Meter lang, hat eine Verdrängung von 90.000 Tonnen und bietet Platz für 4.500 Menschen sowie mehr als 75 Flugzeuge.

Russland: Admiral Kusnezow
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Die Admiral Kusnezow ist der einzige Flugzeugträger der russischen Seekriegsflotte und das zurzeit größte Schiff mit dieser Funktion, das nicht in den USA gebaut wurde. Es ist das Typschiff der nach ihr benannten Admiral-Kusnezow-Klasse. Vom Stapel lief das Schiff im Jahr 1985, insgesamt ist es 306 Meter lang und 71 Meter breit.

Indien: Vikramaditya
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Der russische Flugzeugträger „Admiral Gorschkow“ wurde für umgerechnet 2,2 Milliarden Euro von Russland an Indien verkauft. Das Schiff war in Russland bis 2012 entsprechend den Anforderungen der indischen Marine umgebaut worden und 2013 als Vikramaditya in Dienst gestellt. Die Virkamaditya erreichte ihren indischen Heimathafen im Bundesstaat Karnataka im Januar 2014 nach einer sechswöchigen Überfahrt. Das Schiff gehört zur Kiew-Klasse. Die Klasse war bis Mitte der 1990er-Jahre im Dienst der Sowjetunion und der Russischen Föderation.

Frankreich: Charles De Gaulle
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Die Charles de Gaulle verfügt als einziger Flugzeugträger außerhalb der US Navy über einen Nuklearantrieb, sie ist das Flaggschiff der französischen Marine. Der Flugzeugträger ist das größte Schiff der französischen Marine, im Vergleich zu den von den USA eingesetzten Flugzeugträgern allerdings relativ klein. Sie ist 261 Meter lang, knapp 65 Meter breit und 75 Meter hoch.

Bestückt ist sie in der Regel mit 40 Flugzeugen. Bei einer Einsatzdauer von sieben Tagen können maximal 100 Flüge pro Tag absolviert werden.

Italien: Giuseppe Garibaldi
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Das Flagschiff der italienischen Maschine heißt Giuseppe Garibaldi. Es wurde 1979 in Auftrag gegeben und sollte vorwiegend zur U-Boot-Jagd dienen. Das Flugdeck ist 173 Meter lang und 28 Meter breit. Der Start der Flugzeuge erfolgt über eine um 6,5 Grad ansteigende vordere Flugdeckrampe.

Seit Ende 2012 nimmt die Garibaldi Flugzeuge nur noch auf, wenn der Flugzeugträger Cavour nicht verfügbar ist.

China: Liaoning (Admiral-Kusnezow-Klasse)
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Projekt 1143.5, von der Nato als Admiral-Kusnezow-Klasse bezeichnet, ist eine Klasse von Flugzeugträger der Sowjetischen- und Russischen Marine. Der Träger wurde noch im unfertigen Zustand im Jahr 2000 an China verkauft, und dort nach längerer Ausrüstungs- und Modernisierungsphase zwei Jahre später als Liaoning in Dienst gestellt. Sie ist der erste Flugzeugträger der Marine der Volkrepublik.

Die Gesamtkosten sollten bei umgerechnet 2,4 Milliarden US-Dollar liegen, wovon die finale Fertigstellung rund 500 Millionen Dollar ausmachte.

Zwei Helios-Systeme soll Lockheed Martin im Geschäftsjahr 2020, das im Oktober 2019 beginnt, an die US-Marine ausliefern. Eines soll an Land, auf dem Gelände White Sands im US-Bundesstaat New Mexico, getestet werden.

Das andere wird auf einem Lenkwaffenzerstörer der Arleigh-Burke-Klasse installiert werden. Dabei sollen Helios und seine Steuerungssysteme in die Energie-, Kühl- und Feuerleitsysteme des Schiffes integriert werden.

Die US-Marine hat vor einigen Jahren das Schiff USS Ponce mit einer Laserwaffe ausgestattet. Dieses System wurde jedoch nicht in den Schiffssystemen der USS Ponce integriert.

Lockheed Martin arbeitet seit längerem an solchen Waffensystemen. 2014 wurde mit einem 10-Kilowatt-Faserlaser auf eine Entfernung von etwa 1,6 km ein Schlauchboot versenkt. Im gleichen Jahr stellte der Konzern einen Faserlaser mit einer Leistung von 30 Kilowatt vor.

Der Konzern baut auch Laser für andere Waffengattungen, etwa für die US-Luftwaffe. 2021 soll erstmals ein Kampfflugzeug damit ausgerüstet werden.

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