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Laute Fische Schreihälse unter Wasser

Von wegen stumm wie ein Fisch: Wenn sich die im Golf von Mexiko lebenden Umberfische zur Laichzeit in Scharen zusammenfinden, machen sie unter Wasser mehr Krach als ein startender Düsenjet.
20.12.2017 - 01:20 Uhr Kommentieren
Seine Lautstärke macht den Umberfisch zu einer leichten Beute. Entsprechend stark überfischt ist der Bestand mittlerweile.
Bedrohte Art

Seine Lautstärke macht den Umberfisch zu einer leichten Beute. Entsprechend stark überfischt ist der Bestand mittlerweile.

Port Aransas Im Golf von Mexiko lebende Umberfische können so viel Lärm machen, dass sie das Gehör anderer Meeresbewohner schädigen. Die Männchen der Art Cynoscion othonopterus finden sich während der Laichzeit in Gruppen von rund 1,5 Millionen Tieren zusammen und produzieren gemeinsam den lautesten Chor, der bislang bei Meeresfischen gemessen wurde.

177 Dezibel erreichen sie mit ihren rhythmischen Rufen, berichten Forscher der Universität von Austin in der jüngsten Ausgabe der „Biology Letters“ der britischen Royal Society. Zum Vergleich: 140 Dezibel entspricht einem in der Nähe startenden Düsenjet.

Die Giraffe steht jetzt auf der Roten Liste
Bedrohte Art
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Die Weltnaturschutzorganisation IUCN hat die Giraffe auf ihre Rote Liste der vom Aussterben gefährdeten Arten gesetzt. Ihre Population sei in den vergangenen 30 Jahren um bis zu 40 Prozent gesunken, teilten die Umweltschützer am Donnerstag (8.12.) mit.

(Foto: AP)
Immer weniger Lebensraum
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Wurden 1985 noch rund 163.000 Exemplare gezählt worden, so waren es 2015 nur noch rund 97.000. Das liege vor allem daran, dass die Tiere immer weniger Lebensraum hätten und sie illegal gejagt würden, so die IUCN. Zudem trügen politische Unruhen in den Hauptverbreitungsgebieten der Tiere im Süden und Osten Afrikas zum Schwund der Bestände bei.

(Foto: Reuters)
Nashorn
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Auch andere Großtiere des afrikanischen Kontinents stehen auf der Roten Liste. So etwa das Nashorn, das auf der Abschussliste von Wilderen weit oben steht, weil seinem Horn fälschlicherweise heilende Wirkung zugeschrieben wird. Sowohl die afrikanischen Breitmaul- und Spitzmaul-Nashörner, als auch die in Asien beheimateten Java-, Panzer- und Sumatra-Nashörner sind akut vom Aussterben bedroht.

(Foto: dpa)
Elefant
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Auch für Elefanten stellen Wilderer eine große Gefahr dar. Wegen der hohen Nachfrage nach Elfenbein werden die riesigen Tieren sogar in Nationalparks bejagt. In Afrika gibt es laut einer aktuellen Studie noch etwa 350.000 Tiere, jedes Jahr werden es etwa acht Prozent weniger. Noch dramatischer sieht die Lage für den Asiatischen Elefanten aus, laut der Naturschutzorganisation WWF leben in Asien nur noch zwischen 25.600 und 32.750 Tiere.

(Foto: dpa)
Menschenaffen
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Auch die Menschenaffen – Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans – stehen auf der Liste der bedrohten Arten. Weltweit gibt es noch rund 6000 Gorillas. Neben Wilderern bedrohen Infrastrukturprojekte und damit einhergehende Rodungen den Bestand der Tiere. Nach Schätzungen des WWF werden bis zum Jahr 2030 über 90 Prozent des heute noch vorhandenen Gorilla-Lebensraums zerstört sein.

(Foto: AP)
Tiger
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Doch nicht nur Afrika steht im Fokus der Artenschützer. In Indien lebt mehr als die Hälfte der weltweit noch rund 3000 Tiger. Trotz Dutzender Schutzgebiete schwand ihre Zahl von etwa 5000 bis 7000 in den 90er Jahren, als ihr Lebensraum noch mehr als doppelt so groß war. Die Wilderei, getrieben von der Nachfrage nach Tigerteilen in der traditionellen chinesischen Medizin, stellt eine große Gefahr dar, ebenso wie die Abholzung von Wäldern und das Wachstum von Städten. Dadurch kommen die Großkatzen menschlichen Siedlungen immer näher und geraten in Konflikt mit Dorfbewohnern, die Angriffe auf sich selbst oder ihr Vieh fürchten.

(Foto: dpa)
Tiger
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Gründe für das Verschwinden des Tigers sind neben Trophäenjagd und organisierter Wilderei der Raubbau am Lebensraum der Tiere: Ihr einstiges Verbreitungsgebiet erstreckte sich vom Kaukasus über Indien und China bis nach Sibirien. Um 1900 gab es schätzungsweise noch 100.000 Tiger in ganz Asien. Mittlerweile haben die freilebenden Tiger noch rund 100.000 Quadratkilometer Lebensraum, wenn man alle Gebiete zusammenrechnet. Das entspricht der Fläche der Insel Neufundland vor der kanadischen Nordküste.

(Foto: Reuters)

„Das räumlich-zeitliche Ausmaß ihrer kollektiven Chöre gehört zu den lautesten Tiergeräuschen im Wasser überhaupt“, berichten Brad Erisman und Timothy Rowell. Nur einige Wale, vor allem der Pottwal mit einem Schallpegeldruck von 236 Dezibel pro Sonar-Click, sind noch lauter. Das Pfeifsignal von Delfinen wie dem Großen Tümmler liegt bei 138 Dezibel.

Zu den Laichzeiten im April und Mai sammeln sich mehrere Millionen der Umberfische im Colorado-Delta, dem obersten Teil des Golfs von Mexiko. Die Region ist traditionell stark frequentiert und damit auch laut. Jeweils ein paar Tage vor und nach Vollmond stimmen die Männchen dann ihre Rufe an. Sie sind so laut, dass sie in den Rümpfen kleiner Fischerboote widerhallen und mit dem bloßen Ohr zu hören sind.

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