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Lebende Lampen Forscher lassen Pflanzen leuchten

Ein Baum als Straßenlaterne, Brunnenkresse als Leselampe: Forscher des Massachusetts Institute of Technology haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Pflanzen zum Leuchten gebracht werden können.
15.12.2017 - 09:26 Uhr 1 Kommentar
Kleinere Pflanzen wie die Brunnenkresse könnten nach den Vorstellungen der Wissenschaftler als Leselampen eingesetzt werden. (Foto: Seon-Yeong Kwak/MIT)
Lebende Leselampe

Kleinere Pflanzen wie die Brunnenkresse könnten nach den Vorstellungen der Wissenschaftler als Leselampen eingesetzt werden. (Foto: Seon-Yeong Kwak/MIT)

Berlin Die Lampe der Zukunft lebt: Wissenschaftlern des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist es gelungen, Pflanzen mit Enzymen aus Glühwürmchen zum Leuchten zu bringen. Die so geschaffenen lebenden Lampen könnten in Zukunft die Funktion von künstlicher Beleuchtung übernehmen.

Die Forscher um Michael Strano nutzen dabei ein neues Verfahren, um die lichterzeugenden Stoffe mit Hilfe von Nanopartikeln in die Pflanzen, unter anderem Brunnenkresse und Spinat, einzubringen. „Pflanzennanobionik“ nennen die MIT-Wissenschaftler das Forschungsgebiet, bei dem es darum geht, Pflanzen mit Hilfe von Nanotechnologie neue Funktionen zu verleihen.

Die Partikel werden mit den Stoffen beladen, die Biolumineszenz erzeugen: das lichtemittierende Luciferin, das Enzym Luciferase, das Luciferin modifiziert zum Leuchten bringt, sowie das Coenzym A. Die Partikel werden in Wasser gelöst, die Lösung wird dann mit Druck in die Blätter der Pflanze transferiert. Im Blatt wird so eine Reaktion ausgelöst, die zur Biolumineszenz führt.

Mit diesem Verfahren könnten Pflanzen als Beleuchtung eingesetzt werden: Kleinere Pflanzen wie die Brunnenkresse könnten zur Leselampe werden, Bäume sogar zu Straßenlaternen. „Unsere Vision ist es, eine Pflanze zu bauen, die als Schreibtischlampe funktioniert – eine Lampe, die man nicht anschalten muss. Das Licht wird letztlich vom Energiestoffwechsel der Pflanze selbst versorgt“, sagt Strano.

Eine andere Möglichkeit, lichtemittierende Pflanzen zu erzeugen, ist Gentechnik. Dabei wird die Pflanze so modifiziert, dass sie das Gen für Luciferase ausbildet. Entsprechende Versuche wurden mit Tabak durchgeführt. Das Verfahren ist aber aufwendig, und der Tabak leuchtete nur sehr schwach.

Das von Strano und seinen Kollegen entwickelte Verfahren, das sie in der Fachzeitschrift Nanoletters beschreiben, ist weniger aufwändig. Weitere Vorteile sind, dass es bei praktisch jeder Pflanze eingesetzt werden kann und dass die so behandelten Pflanzen deutlich heller leuchten als die gentechnisch veränderten Exemplare.

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1 Kommentar zu "Lebende Lampen: Forscher lassen Pflanzen leuchten"

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  • Ich will einen leuchtenden Tannenbaum.

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