Link & Fly Französische Ingenieure wollen fliegende Züge bauen

Mit Kleinigkeiten wie fliegenden Autos halten sich französische Ingenieure erst gar nicht auf. Sie wollen gleich ganze Züge in die Luft bringen.
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Französische Ingenieure haben das Konzept für einen fliegenden Zug entwickelt. (Foto: Akka)
Link & Fly

Französische Ingenieure haben das Konzept für einen fliegenden Zug entwickelt. (Foto: Akka)

BerlinFliegende Autos sind heute schon Realität – auch wenn es ganz sicher noch dauern wird, bis solche Mini-Flieger in nennenswerter Zahl den Himmel bevölkern. Gleich ein paar Dimensionen größer denken die Ingenieure des französischen Technologie-Unternehmens Akka: Sie wollen ganze Züge in die Luft bringen. In einem preisgekrönten Hochglanz-Video funktioniert das schon sehr gut.

„Nach der Entwicklung des autonomen Elektroautos steht die nächste große Umwälzung bei den Flugzeugen an“, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg den Akka-Chef Maurice Ricci. Als Dienstleister berät sein Unternehmen Kunden unter anderem in den Bereichen Luftfahrt und Schienenverkehr. Mit seinem „Link & Fly“ genannten Konzept für fliegende Züge zielt Akka vor allem auf den US-Markt und hier insbesondere auf Boeing.

Die Idee hinter „Link & Fly“ hat durchaus Charme: Der Flugreisende spart sich den Weg zum Airport, stattdessen besteigt er am nächsten Bahnhof eine Flugzeugkabine auf Schienen. Die rollt zum Flughafen, wo ein Modul mit Flügel und Triebwerken wartet. Nachdem beide Teile miteinander verbunden wurden, hebt der fliegende Zug ab. Nach der Landung löst sich die Kabine wieder von den Tragflächen und rollt als Schienenfahrzeug zum Endbahnhof.

Ganz neu ist das Konzept nicht: Schon in den 1950er-Jahren experimentierte die US-Luftwaffe mit einem Transportflugzeug, dessen Rumpf aus einem abnehmbaren Frachtraum bestand. Letztlich wurde jedoch nur ein Prototyp dieser Fairchild XC-120 gebaut. In jüngerer Zeit beschäftigten sich unter anderem Schweizer Ingenieure mit der Entwicklung solcher „Pod Planes“, wie dieser besondere Typ von Frachtmaschinen im englischen Sprachraum bezeichnet wird.

Auch in dem von Akka entwickelten „Link & Fly“-Design kann die Kabine durch das Entfernen der Sitzreihe zum Frachtraum umfunktioniert werden. Im Vordergrund der Idee steht aber eindeutig der Personentransport: Gut 160 Passagieren sollen Platz finden an Bord des futuristischen „Flugzugs“, dessen Dimensionen etwa denen des Kurzstrecken-Fliegers Airbus A320 entsprechen würden – wenn der fliegende Zug tatsächlich einmal gebaut werden sollte.

Das dürfte aber gar nicht unbedingt das Ziel von Akka sein. „Unsere Rolle besteht darin, den Kunden Zukunftstechnologien aufzuzeigen“, so Ricci. Das Unternehmen sieht sein „Link & Fly“-Konzept vor allem als Blickfang insbesondere für den US-Markt, wo man neue Kunden gewinnen möchte, um unabhängiger von europäischen Herstellern wie Airbus oder Renault zu werden.

„Link & Fly“ ist also erst einmal nur eine Vision, was künftig möglich sein könnte. Ob und wie das Konzept des fliegenden Zugs letztlich umgesetzt wird, muss sich zeigen.

Mit Material von Bloomberg.

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