Luftfahrt-Innovationen: Im Schatten von Lilium und Volocopter: Die stillen Stars der Drohnenszene
Das Start-up aus Weiterstadt bei Darmstadt ist sehr weit bei der Entwicklung der Lieferdrohne und hat bereits konkrete Aufträge etwa in Japan.
Foto: WingcopterFrankfurt. Sie sind die Vorzeigeunternehmen der Republik im Zukunftsmarkt mit Drohnen und elektrischen Senkrechtstartern: Lilium aus der Nähe von München und Volocopter aus Karlsruhe. Kaum eine Woche vergeht, in der die Jungfirmen nicht neue Partnerschaften oder Pläne vorstellen.
Das Problem: Die beiden überstrahlen die deutsche Drohnen-Szene so sehr, dass andere Unternehmen, die in ihrer Nische zum Teil technologisch weiter sind, kaum wahrgenommen werden. 394 Firmen zählten die Luftfahrtverbände BDL und BDLI – im Schnitt gerade einmal 3,1 Jahre alt, mit 12,3 Mitarbeitern und einem Umsatz von 330.000 Euro.
Michael Santo, Vorstand der auf Luftfahrt konzentrierten Beratungsfirma H&Z aus München, spricht von einem einmaligen Ökosystem bei der Drohnentechnologie, kritisiert aber zugleich die lückenhafte Wahrnehmung vieler Unternehmen.
Man könne sich natürlich auf die Superstars der Szene fokussieren, sagt er, doch das sei ein Fehler: „Ich bin davon überzeugt, dass wir unser Augenmerk stärker auf Brückentechnologien wie etwa die hybriden Antriebe und auf Märkte wie die Fracht richten sollten. Beides wird schneller Realität werden.“