Magnetschwebebahn Maglev Mit 600 Sachen durch Japan

Weltrekord in Japan: Die Magnetschwebebahn Maglev hat bei einer Testfahrt eine Geschwindigkeit von 603 Kilometern pro Stunde erreicht. In gut zehn Jahren soll der Zug die Städte Tokio und Nagoya miteinander verbinden.
Update: 21.04.2015 - 10:13 Uhr 3 Kommentare

Magnetschwebebahn schafft Geschwindigkeitsrekord

TokioSo schnell ist noch nie ein Zug gefahren: Mit sage und schreibe 603 Kilometern pro Stunde hat die japanische Magnetschwebebahn Maglev auf einer Teststrecke einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord aufgestellt, wie die Bahngesellschaft Central Japan Railway (JR Tokai) am Dienstag bekanntgab.

Die Zugfahrt sei gerade beim superschnellen Tempo besonders „komfortabel“ gewesen, sagte der Leiter des Testzentrums in der Provinz Yamanashi, Kazuyasu Endo, zu Reportern. Der Magnetzug brach damit seinen erst vergangene Woche aufgestellten Rekord von 590 Kilometern pro Stunde.

Die Magnetschwebebahn, die Konkurrenz zum deutschen Transrapid, soll 2027 Tokio mit der Industriestadt Nagoya verbinden. Es wird erwartet, dass der Zug im Normalbetrieb maximal Tempo 500 Stundenkilometer fahren wird. Mit den Weltrekordversuchen wollte JR Tokai wichtige Daten wie zum Beispiel zum Luftwiderstand und zu Vibrationen sammeln, um die Technik und das Design der Züge weiter zu verbessern. Mit der Magnetschwebebahn läutet die Hightech-Nation ein neues Zeitalter für Hochgeschwindigkeitszüge ein.

Mini-Schwebebahn auf Abruf
Projekt Skytran
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Die israelische Metropole Tel Aviv könnte zum Vorreiter einer neuen Bahntechnik werden.

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Bis 2015 soll hier, auf einem Testgelände der Israel Aerospace Industries, eine neuartige Magnetschwebebahn entstehen.

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Das kalifornische Unternehmen Skytran, ein Kooperationspartner der US-Weltraumbehörde Nasa, will auf der 500 Meter langen Teststrecke ihre Technologie erproben.

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Bei erfolgreichem Testverlauf soll die Schwebebahn in Tel Aviv als Nahverkehrsmittel eingesetzt werden.

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Skytran ist ein System aus zweisitzigen Shuttles, die an Schienen 20 Meter über dem Boden entlangschweben – im Testbetrieb mit etwa 70 km/h, später dann mit deutlich höherer Geschwindigkeit.

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Wer den Skytran nutzen möchte, bestellt mit dem Smartphone ein Shuttle zu einer bestimmten Haltestelle.

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Von dort geht es auf dem schnellstmöglichen Weg zum gewünschten Ziel.

Die Regierung hatte der Bahngesellschaft JR Tokai vor einigen Monaten den Bau der geplanten Trasse zwischen Tokio und Nagoya erlaubt. Bis zum Jahr 2045 soll die Strecke bis zur Millionenstadt Osaka ausgebaut werden. Damit verkürzt sich die Reisezeit zwischen Tokio und Nagoya auf nur 40 Minuten. Der Shinkansen, Japans derzeit schnellstem Zug, benötigt derzeit gut das Doppelte der Zeit. Der Großteil der geplanten 286 Kilometer langen Strecke für die Magnetschwebebahn bis nach Nagoya soll durch Tunnel führen.

Auch der Weltrekord wurde in einem Tunnel aufgestellt. Rund 10 Sekunden lang donnerte der Zug oberhalb der magischen Grenze von 600 Kilometern in der Stunde durch den Schacht. Hierzu setzte die Bahngesellschaft auf der westlich der Hauptstadt Tokio gelegenen Testanlage einen neuen Zug aus sieben Wagen der neuen LO-Serie ein.

  • dpa
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3 Kommentare zu "Magnetschwebebahn Maglev: Mit 600 Sachen durch Japan"

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  • Der Transrapid funktioniert seit fast 25 Jahren. Die mögliche Geschwindigkeit beträgt 550 km/h (lt. Wikipedia). Unsere grünen Heilsbringer haben diese Technik genauso verhindert wie 1985 einen der ersten Brutreaktoren der Welt.

    Das Ganze geht sogar soweit, dass die grün-rote Regierung unter Schröder Hermes Bürgschaften für den EXPORT von Kerntechnik verweigerte. Das Sendungsbewusstsein grün-indoktrinierter Weltenretter kennt einfach keine Grenzen.

    Alle möglichen Kunden für den Transrapid wollten eine Strecke im regulären Betrieb sehen, mehr nicht. Dennoch war man in Deutschland nicht in der Lage wenigstens eine kurze Zubringerstrecke (wie die von Longyang zum Flughafen Pudong in Shanghai) zu bauen.

  • Es erfüllt mich mit Freude, wenn man hin und wieder doch von positiven Projekten hier hört.

    Für mich wäre so eine Zugfahrt ein echter Grund, um endlich mal nach Japan zu fahren (fliegen).

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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