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Mars One Firma für Mars-Reise ohne Rückkehr hat Finanzschwierigkeiten

Das umstrittene Projekt für einen Mars-Flug ohne Rückkehr hat Finanzprobleme. Die Schweizer Mars One AG hat nun Insolvenz angemeldet.
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2031 sollen die ersten künftigen Marsbewohner von der Erde abfliegen. Quelle: dpa
Mars

2031 sollen die ersten künftigen Marsbewohner von der Erde abfliegen.

(Foto: dpa)

BaselDas umstrittene Mars-One Projekt für eine Reise zum Mars ohne Rückflug ist in finanziellen Schwierigkeiten. Die Schweizer Aktiengesellschaft Mars One AG sei in Basel unter Insolvenzverwaltung gestellt worden, teilte das Unternehmen mit.

Im Handelsamtsblatt wurde eine „Vorläufige Konkursanzeige“ der Mars One Ventures AG veröffentlicht. Wer Informationen über Vermögenswerte der Firma habe, sei aufgefordert, sich beim Konkursamt zu melden.

Die gemeinnützige niederländische Stiftung Mars One, die die Marsmission umsetzen soll, sei nicht betroffen, betonte das Unternehmen. Die Aktiengesellschaft will den finanziellen Engpass überwinden und weitermachen, wie aus der Firmenmitteilung hervorgeht. Für weitere Auskünfte war das Team am Mittwoch nicht zu erreichen.

Es hat aber für den 6. März eine Pressekonferenz in Aussicht gestellt. Dabei werde die Aktiengesellschaft einen neuen Investor präsentieren. Sie ist für die Vermarktung des Projekts und Beschaffung der Mittel zuständig.

Nach bisherigem Zeitplan sollte 2022 die erste unbemannte Mission starten, um die Durchführbarkeit des Projekts zu demonstrieren und unter anderem eine Kamera für Videostreaming zu installieren. 2031 sollen die ersten künftigen Marsbewohner von der Erde abfliegen. Ankunft wäre nach rund siebenmonatigem Flug 2032.

Das Projekt des niederländischen Ingenieurs Bas Lansdorp ist umstritten. Raumfahrtexperten sagen, die Technologien seien nicht ausgereift. Finanzexperten halten die Prognosen für die nötigen Geldmittel für unrealistisch. Laut Mars One soll es sechs Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) kosten, allein die ersten vier Menschen des Projekts auf den Mars zu bringen.

Menschen ohne Rückflugmöglichkeit auf einen entfernten Planeten zu schicken und sich selbst zu überlassen hat auch etliche ethische Fragen aufgeworfen.

  • dpa
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