Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Marsflug-Simulation Der Mauna Loa wird zum Mars-Raumschiff

Das Experiment erinnert an Big Brother: Sechs Menschen leben acht Monate lang isoliert von der Außenwelt auf engem Raum zusammen. Doch der Versuch auf einem Vulkan auf Hawaii soll nicht das Fernsehpublikum unterhalten.
29.10.2014 - 11:18 Uhr Kommentieren
In einem weißen Kuppelbau auf dem Vulkan Mauna Loa auf Hawaii testen sechs Versuchspersonen das Zusammenleben unter den Bedingungen einer Mars-Reise. Quelle: AFP

In einem weißen Kuppelbau auf dem Vulkan Mauna Loa auf Hawaii testen sechs Versuchspersonen das Zusammenleben unter den Bedingungen einer Mars-Reise.

(Foto: AFP)

Washington Das Raumschiff zum Mars steht für drei Männer und drei Frauen derzeit in Hawaii: Seit Mitte Oktober leben sie in einer weißen Kuppel auf dem Vulkan Mauna Loa. Die karge steinige Landschaft in 2.400 Metern Höhe erinnert an die Oberfläche des Mars. Und auch der streng reglementierte Alltag im Innern des „Raumschiffs“ soll die sechs glauben lassen, sie seien bereits auf dem Roten Planeten gelandet.

Zu Essen gibt es Astronautennahrung, die Duschzeit ist auf acht Minuten pro Woche begrenzt und die Zimmer sind winzig. Viermal pro Woche darf die Besatzung die Kuppel für wissenschaftliche Experimente für je zwei Stunden verlassen – im Raumanzug.

Die „Marsonauten“ sind wieder auf der Erde
-
1 von 7

Nach 520 Tagen in einem nachgebauten Raumschiff sind die sechs Teilnehmer eines simulierten Fluges zum Mars wieder in Freiheit.

(Foto: AFP)
-
2 von 7

Gegen 11.00 Uhr MEZ am Freitag öffneten Mitarbeiter des Instituts für Biomedizinische Probleme (IMBP) in Moskau eine versiegelte Luke, um das Experiment Mars500 planmäßig zu beenden.

(Foto: AFP)
«Landung» in Moskau: Raumflug-Projekt Mars500 zu Ende
3 von 7

Die drei Russen, ein Franzose, ein Italiener sowie ein Chinese hatten 17 Monate lang abgeschottet von der Außenwelt in einem röhrenförmigen Forschungsmodul ausharren müssen.

(Foto: dpa)
-
4 von 7

Die Teilnehmer simulierten einen mehr als 50 Millionen Kilometer weiten Flug zum Mars und zurück, inklusive eines virtuellen Spaziergangs auf dem Roten Planeten.

(Foto: AFP)
-
5 von 7

Wissenschaftler aus Russland und Deutschland sowie Familienangehörige nahmen die sechs blass wirkenden Männer nach dem Ausstieg in Empfang.

(Foto: AFP)
-
6 von 7

 Die „Marsonauten“ strahlten vor Glück über das ganze Gesicht. Wegen einer möglichen Ansteckungsgefahr präsentierten sich die Männer der Öffentlichkeit allerdings nur kurz.

(Foto: AFP)
-
7 von 7

Sie wollen am 8. November während einer internationalen Pressekonferenz in der russischen Hauptstadt ausführlicher von ihren Erfahrungen berichten.

(Foto: AFP)

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa plant eine erste Mars-Expedition in den 30er Jahren dieses Jahrhunderts. Doch bis dahin sind noch viele Probleme zu lösen.

Die psychologischen Auswirkungen auf die Crew und die hohe Strahlenbelastung seien die beiden kritischsten Risiken einer Marsmission, sagt die Wissenschaftlerin Kim Binsted, die das Experiment mit dem Namen HI-SEAS verantwortet. „Bislang verstehen wir noch nicht ganz, welche psychologischen Risiken es gibt und wie wir sie vermeiden können“, sagt Binsted.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die große Gefahr ist, dass die Teilnehmer einer Marsmission in der langen Zeit der Isolation depressiv werden und als Team nicht mehr funktionieren. Allein die Hinreise zu dem Planeten könnte bis zu acht Monaten dauern. Je größer die Entfernung zur Erde wird, desto schwieriger wird es für die Astronauten, Verbindung mit ihren Familien zu halten: Bis zu 20 Minuten dauert es dann, bis die Botschaft aus dem All ankommt. Auch mit dieser Verzögerung haben die Probanden in der Kuppel zu kämpfen.

    Besonders kritisch wird es in vier Monaten
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    0 Kommentare zu "Marsflug-Simulation: Der Mauna Loa wird zum Mars-Raumschiff"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%