Medizin Ring im Auge beseitigt Kurzsichtigkeit

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„Sollte der Patient mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein oder die Kurzsichtigkeit im Laufe der Zeit zunehmen, kann der ringförmige Einsatz jederzeit entfernt oder ausgetauscht werden“, sagt Daxer, der die Eingriffe in einer Linzer Augenklinik durchführt. Sowohl das Einsetzen als auch das Entfernen des Rings, der wie eine Kontaktlinse wirkt, sei schmerzfrei, so der Augenarzt.

Der Myo-Ring und das Operationsverfahren sind als Medizinprodukt in der EU zugelassen. Produziert wird das international patentierte System von der Firma Dioptex in Österreich. Daxer hat rund 50 Patienten mit der neuen Methode behandelt. Allerdings müssen einige von ihnen nach wie vor eine Brille tragen. „Jedes Augenproblem unterscheidet sich von dem anderen“, sagt Daxer. Bei einigen Patienten kämen komplizierte Hornhautverkrümmungen dazu, so dass eine Fehlsichtigkeit von wenigen Dioptrien übrig geblieben sei. Für Patienten, die bislang eine schwere Brille tragen mussten, sei dies bereits ein großer Fortschritt.

Daxer will das Verfahren ab 2008 auch an andere Augenärzte weitergeben. Erste Schulungen beginnen Anfang Dezember in Linz. Sie werden ebenso wie das Operationswerkzeug und die Augenringe von Dioptex angeboten. Interessant sei dies vor allem für Augenärzte, die bereits mit einem Laser arbeiten. „Diese können dann auch Patienten mit einer hohen Fehlsichtigkeit helfen, ohne ihnen eine Kunstlinse einsetzen zu müssen“, sagt Daxer.

Patienten, die sich den Augenring einsetzen lassen wollen, müssen die Kosten aus eigener Tasche bezahlen. Der Eingriff ist allerdings teurer als eine Lasikbehandlung und liegt bei 3 000 Euro pro Auge. „Der Grund liegt darin, dass wir bislang nur wenige Patienten behandeln konnten“, sagt Daxer. Sollte sich das Verfahren breit durchsetzen, werde es auch billiger.

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