Merck Neuer Wissenschaftspreis ist höher dotiert als der Nobelpreis

Visionäre Erfindungen will der Merck-Konzern künftig mit einem neuen Wissenschaftspreis auszeichnen. Forscher sollen eine Million Euro erhalten.
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Merck will Forscher auszeichnen, denen es gelingt, unter anderem Antibiotika-Resistenzen zu vermeiden. Quelle: dpa
Visionär gesucht

Merck will Forscher auszeichnen, denen es gelingt, unter anderem Antibiotika-Resistenzen zu vermeiden.

(Foto: dpa)

FrankfurtForschung und Entwicklung haben für Merck in den vergangenen Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Nun positioniert sich der Darmstädter Konzern auch in anderer Hinsicht als Innovations-Treiber: Im Rahmen seiner erstmals ausgerichteten Wissenschafts-Konferenz Curious 2018 lobte das Unternehmen einen neuen, mit jeweils einer Million Euro dotierten Wissenschaftspreis für Forschungsleistungen aus, die wichtige Innovationen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Energie ermöglichen.

Gemessen am Preisgeld ist der „Future Insight Prize“ von Merck sogar etwas gewichtiger als die mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 870.000 Euro) dotierten Nobelpreise. Merck will den Preis in den kommenden 35 Jahren vergeben.

„Mit dieser Auszeichnung wollen wir bahnbrechende Wissenschaft und die innovative Entwicklung von Schlüsselprodukten oder -technologien vorantreiben, um bedeutsame Visionen zum Wohle der Menschheit zu realisieren“, formulierte Firmenchef Stefan Oschmann das Ziel der Auszeichnung.

Der erste Preisträger soll auf einer weiteren Curious-Konferenz  im Jahr 2019 ausgezeichnet werden. Merck sucht nach Wissenschaftlern, die Beiträge zu einem Pandemie-Schutzgerät leisten – einem „visionären Traumprodukt“, das einen schnelleren Schutz vor neu auftretenden Krankheitserregern ermöglicht.

In den Folgejahren soll der Preis Arbeiten honorieren, die neue Lösungen gegen Antibiotikaresistenzen, zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung und zur Treibstofferzeugung durch Umwandlung von Kohlendioxid liefern.

Merck gehört mit rund 15 Milliarden Euro Umsatz und 53 000 Mitarbeitern  zu den führenden Pharma- und Spezialchemiefirmen Deutschlands. Das Unternehmen, das in diesem Jahr sein 350-jähriges Bestehen feiert, hat sich in den letzten Jahren durch große Akquisitionen und interne Investitionen stark auf forschungsgetriebene Industrien ausgerichtet. 

So ist der Konzern nicht nur direkt in der Pharmaforschung engagiert. Mit seinem Geschäftsbereich Lifescience ist Merck auch als Vorlieferant intensiv mit der biochemischen Forschung in Unternehmen und akademischen Institutionen vernetzt. Die Merck-Sparte Performance-Materials wiederum agiert als wichtiger Materiallieferant und Forschungspartner der Elektronik-Industrie.

Das Darmstädter Familienunternehmen versteht sich damit als „Wissenschafts- und Technologieunternehmen“ und versucht diesen Anspruch nicht zuletzt auch mit der Wissenschafts-Konferenz „Curious – Future Insight“  zu unterstreichen. Zu der Veranstaltung hat der Konzern eine ganze Reihe international bekannter Wissenschaftler nach Darmstadt eingeladen, darunter fünf Nobelpreisträger.  Die Konferenz gilt zugleich als Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten.

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