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Mission Grail Nasa will Mondsonden abstürzen lassen

Fast ein Jahr lang erforschen die Mondsonden der Nasa-Mission „Grail“ schon den Erdtrabanten. Jetzt geht ihre Mission mit einem großen Crash zu Ende: Die Sonden sollen mit voller Wucht auf dem Erdtrabanten zerschellen.
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Die Mission der Zwillingssonde Grail wird mit einem spektakulären Crash enden. Quelle: dpa/picture alliance

Die Mission der Zwillingssonde Grail wird mit einem spektakulären Crash enden.

(Foto: dpa/picture alliance)

WashingtonGroßer Crash zum Ende: Nach fast ein Jahr langer Erkundung des Mondes werden die Zwillingssonden der Nasa-Mission „Grail“ in wenigen Tagen auf dem Erdtrabanten zerschellen. Die waschmaschinengroßen Satelliten „Ebb“ und „Flow“ hätten nur noch sehr wenig Treibstoff übrig, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Deshalb sollen sie – wie schon vor Beginn der Mission geplant – am kommenden Montag im Abstand von wenigen Sekunden auf dem Mond auftreffen.

„Es wird sehr schwer werden, sich zu verabschieden“, sagte die wissenschaftliche Leiterin der Mission, Maria Zuber. Die Wissenschaft sei enorm vorangekommen mit Hilfe der kleinen Roboter-Zwillinge. Sie sollen nun mit einer Geschwindigkeit von rund 1,7 Kilometern pro Sekunde auf einem kleinen Berg des Mondes nahe dem Goldschmidt-Krater niedergehen - zuerst „Ebb“, 20 Sekunden später „Flow“.

Zuvor sollen die beiden Satelliten für ein letztes Experiment nochmals auf Vollgas schalten, um allen noch vorhanden Treibstoff in ihren Tanks zu verbrennen. So können die Wissenschaftler, die zurzeit nicht genau wissen, wie viel die Sonden noch im Tank haben, Informationen über effizienteren Treibstoffeinsatz bei künftigen Missionen sammeln.

„Ebb“ und „Flow“ umkreisen seit Anfang des Jahres den Erdtrabanten und sammeln Daten über dessen innere Struktur und Zusammensetzung. Unter anderem haben sie unterirdische Kanäle entdeckt, die mit erstarrtem Magma gefüllt sind.

Die Mission brachte den Forschern auch die Erkenntniss, dass die Mondkruste etwa so dick ist wie die kontinentale Erdkruste. Zudem konnte anhand der Daten der Zwillingssonden eine hochauflösende Karte vom Schwerefeld des Erdtrabanten erstellt werden.

 
  • tt
  • dpa
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