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Mobile Treibhäuser aus Israel ermöglichen den Anbau von Nahrungsmitteln an beliebigen Plätzen der Welt Roboter ernten Salatköpfe im Container

Mit einer patentierten Technik will ein israelisch–amerikanisches Unternehmen die Landwirtschaft buchstäblich auf den Kopf stellen: Kern der Erfindung sind übereinander gestapelte „High-Tech-Boxen“, in denen Nutzpflanzen unter angeblich idealen Bedingungen automatisch gezüchtet werden.
  • Rolf Froböse (Handelsblatt)

DÜSSELDORF. „Mit unserer Technik können wir überall an 365 Tagen im Jahr reiche Ernten einfahren“, versichert Lior Hassel, Chef der Organitech Inc., die in Yoqne’ am Illit ihren Hauptsitz hat.

Ob in der extremen Sommerhitze der Wüstenregion um Eilat am Roten Meer oder in der arktischen Kälte der finnischen Tundra – Hessels Versuche, knackig grünen Salat zu produzieren, waren in beiden Fällen von Erfolg gekrönt. Dennoch geht es Hessel nicht etwa darum, künftig Ananas in Alaska zu züchten. Seine Technik könnte helfen, Nutzpflanzen in Trockengebieten anzubauen oder auch pflanzliche Wirkstoffe im industriellen Maßstab zu züchten.

Im Zentrum der Innovation, an der das israelische Weizman Institut in Rehovot beteiligt war, steht ein Aluminiumbehälter der Größe 24 x 12 Metern – der so genannte Growtech-Container. Dieser ist mit modernster Technik ausgestattet: Computer steuern die Heizung und Klimaanlage, Robotsysteme übernehmen das automatische Pflanzen und Ernten. Nur elektrischen Strom und etwas Wasser benötigt die Container-Farm, ansonsten arbeitet das System weitgehend autark.

Anstelle von Erde wird im Innern des Containers eine mit Nährstoffen angereicherte Hydrokultur verwendet. Die Pflanzen schwimmen auf Tischen in „Styropor-Trays“ auf der Nährlösung. Die Trays werden automatisch bewegt und regelmäßig an Ernterobotern vorbeigeführt. Die Roboter identifizieren die reifen Pflanzen über ein visuelles Erkennungssystem und fischen diese dann heraus.

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