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Mobilität Deutsche Verkehrsunternehmen träumen vom Erfolg der Flugtaxis

Fraport, die Bahn, Lufthansa, Daimler: Immer mehr etablierte Verkehrsfirmen kooperieren mit Flugtaxi-Anbietern. Sie wollen eine Tür im Zukunftsmarkt offen lassen.
08.07.2021 - 04:00 Uhr 1 Kommentar
Das Karlsruher Start-up kooperiert mit einer Reihe von namhaften deutschen Unternehmen, darunter Fraport und DB Schenker. Quelle: dpa
Flugtaxi Volocopter

Das Karlsruher Start-up kooperiert mit einer Reihe von namhaften deutschen Unternehmen, darunter Fraport und DB Schenker.

(Foto: dpa)

Frankfurt Flugtaxis steigen in der Prioritätenliste von Unternehmen immer weiter auf – das gilt sowohl für amerikanische als auch für deutsche Firmen. Bereits seit längerer Zeit kooperiert der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport mit dem Karlsruher Start-up Volocopter.

„Ich glaube schon, dass es einen gewissen Markt dafür geben wird. Wie groß der sein wird, ist schwer einzuschätzen“, sagt Fraport-Chef Stefan Schulte. Der Frankfurter Flughafen sei aber für dieses Thema offen. Man wolle die Flugtaxifirmen, so gut es geht, unterstützen – etwa als Kooperationspartner, wie nun im Fall mit Volocopter.

Fraport ist nur eines von vielen Beispielen. Immer mehr Unternehmen tasten sich hierzulande vor in das Feld der elektrischen Flugtaxi-Start-ups. Auch DB Schenker kooperiert mit Volocopter. Die Deutsche Bahn ist bei Skyports eingestiegen. Lufthansa bildet Piloten für das deutsche Start-up Lilium aus.

Von höchster Bedeutung für den Erfolg von Flugtaxi-Firmen: die richtige Infrastruktur. In einer im Mai von der Europäischen Luftfahrtbehörde Easa vorgestellten Umfrage unter 4000 EU-Bürgern äußerten diese die Sorge, ob ausreichend Platz vorhanden ist für die sogenannten Vertiports. Insofern kommt bestehenden Flughäfen bei der Weiterentwicklung der fliegenden Taxen eine große Bedeutung zu.

Die Befragten wünschen sich außerdem eine Integration in das lokale Verkehrsökosystem. Das haben auch die Manager bei der Deutschen Bahn erkannt. So ist der staatliche Bahnkonzern Ende 2019 über die eigene Venture-Tochter bei Skyports eingestiegen. Das britische Jungunternehmen will Flughäfen für das neue Fluggerät entwickeln und betreiben. Die Bahn kann sich vorstellen, in ferner Zukunft den ICE mit Flugtaxen und Lieferdrohnen zu verknüpfen.

Die Engagements der Bahn bei Skyports und Volocopter sind allerdings nicht frei von Kritik. Die Bahn solle sich lieber auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, hieß es von den Grünen, als der Skyports-Deal bekannt wurde.

Lufthansa will in seiner Flugschule Piloten für das Flugtaxi-Start-up Lilium ausbilden

Doch die etablierten Verkehrsunternehmen sind besorgt: Sollten die neuen Flugvehikel zu einem großen Erfolg werden, wollen sie nicht in die Rolle eines einfachen Zulieferers geraten. Sie wollen dabei sein, wenn die Zukunft der Mobilität vielleicht neu definiert wird. Dass etwa die CDU in ihrem aktuellen Wahlprogramm die Flugtaxen als ein Vehikel für klimafreundliches Reisen und Innovationen aufführt, stärkt diese Bedenken zusätzlich.

Auch Lufthansa hält sich deshalb in dem Zukunftsmarkt eine Tür offen. Die konzerneigene Flugschule soll die Piloten für Lilium ausbilden. Die Kooperation hat einen weiteren Effekt für die durch Corona gebeutelte Airline-Gruppe: Da Lufthansa davon ausgeht, vorerst selbst kaum Pilotennachwuchs zu benötigen, sichern die Lilium-Flugzeugführer zumindest teilweise die Auslastung der Flugschule – sofern das Konzept des Münchener Jungunternehmens aufgehen wird.

Mit Daimler hat sich zudem ein deutscher Autobauer recht früh im Segment der Flugtaxis engagiert. Das Unternehmen stieg 2017 bei Volocopter ein. Daimler-Chef Ola Källenius wird nicht müde zu betonen: Der Konzern beschäftige sich mit der Mobilität der Zukunft und verfolge dabei zahlreiche Ansätze

Auch Volkswagen wirft wohl ein Auge auf das visionäre Geschäft. So berichtete kürzlich Stephan Wöllenstein, der CEO der Volkswagen Group China, dass man in Gesprächen mit einem Hersteller sei. Gerüchten zufolge soll es sich dabei um die chinesische Ehang handeln.

Mehr: Von Haustür zu Haustür: Airlines wollen die Mobilität der Zukunft mitgestalten

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  • Zur Überschrift passt der Spruch "Träume sind Schäume".

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