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Nach dem Absturz Geschäftsmodell Meteoriten-Tourismus

Tschebarkul hofft auf einen Geldregen. Der Meteoriten-Einschlag am Ural soll Touristen in die abgelegene russische Kleinstadt locken. Doch noch ist die Region ein weißer Fleck auf der touristischen Landkarte
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Im eisbedeckten Tschebarkul-See vermuten Forscher das Kernstück des Meteoriten. Quelle: dpa

Im eisbedeckten Tschebarkul-See vermuten Forscher das Kernstück des Meteoriten.

(Foto: dpa)

Moskau Wer dem Meteoriten ganz nahe kommen will, braucht umgerechnet etwa 2500 Euro. Flug, Unterkunft, Transport, gerne auch ein Dolmetscher - in Windeseile stellen sich Anbieter rund um die abgelegene Absturzstelle am Ural auf „Meteoriten-Touristen“ aus aller Welt ein. „Es wäre eine Sünde, diese Gelegenheit nicht zu nutzen“, meint der regionale Kulturminister Alexej Betechtin.

Der spektakuläre Absturz vor einer Woche hat die russische Millionenstadt Tscheljabinsk und vor allem das Örtchen Tschebarkul auf einen Schlag berühmt gemacht. Von einem „zweiten Geburtstag“ für die Kleinstadt und ihre 40.000 Einwohner spricht Tschebarkuls Bürgermeister Andrej Orlow. Die Stadt habe riesiges Glück gehabt, niemand kam zu Schaden. Nun will Orlow den Meteoriten-Einschlag versilbern.

Denn im eisbedeckten Tschebarkul-See, rund 80 Kilometer westlich von Tscheljabinsk, vermuten Forscher das Kernstück des Meteoriten, der am vergangenen Freitag zur Erde gerast war. Aufnahmen des Absturzes machten schnell im Internet die Runde und erlaubten Einblicke in das seltene Naturspektakel.

„Die Leute wollen herkommen und sich den Meteoriten-Ort anschauen“, sagt Betechtin. Bürgermeister Orlow rief die Einwohner bereits dazu auf, sich Gedanken zu machen, wie der Ort von dem Meteoriten profitieren könne. Eine Idee ist, Bootsfahrten über den See anzubieten. Doch der ist zugleich ein wichtiges Trinkwasserreservoir - Umweltschützer warnen vor erheblichen Schäden durch die erwarteten Touristen-Horden.

Astronomen sind wenig begeistert
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