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Nachgefragt Interview: "Regeln beim Roboter-Fußball werden jährlich verschärft"

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Gibt es Zusammenarbeit unter den Forschern?
Ja, es werden ganz klar Kräfte gebündelt. Die ganze Atmosphäre beim Robocup ist sehr offen. Bei einigen Ligen wird sogar verlangt, dass man nach dem Wettbewerb seine Programme offen legt. Es sind Kontakte unter den Forschergruppen entstanden. In Deutschland wird die Zusammenarbeit von der Deutschen Forschungsgemeinschaft seit vier Jahren mit einem Programm gefördert. Das ist sehr erfolgreich: Durch die Bündelung der Kräfte zum Beispiel bei den Roboterhunden gibt es ein Nationalteam, das im vergangenen Jahr Weltmeister geworden ist.

Gibt es auch eine Zusammenarbeit mit der Industrie?
Natürlich verkauft man der Industrie keinen Roboterfußballer. Aber die Ergebnisse sind transferierbar. Ein Serviceroboter zum Beispiel muss ja auch seine Umgebung wahr nehmen, und die Motorik spielt eine große Rolle, zum Beispiel bei Rasenmäher- oder Staubsauger-Robotern. Japanische Firmen sind da allerdings selber auch sehr aktiv. Etwa Honda oder Sony, die seit Jahren und Jahrzehnten Roboter entwickeln.

Wie kommt es dann, dass nur ein japanisches Team beim Robocup dabei ist?
Es gibt neben den Weltmeisterschaften auch noch viele nationale Meisterschaften. Und die Japaner haben eben ihre Japan Open. Zudem sind in diesem Jahr die Weltmeisterschaften in Japan. Der Robocup in Paderborn ist die größte nationale Meisterschaft, die hat schon fast den Charakter einer europäischen Meisterschaft. Im nächsten Jahr haben wir dann auch die Weltmeisterschaft hier in Bremen.

Und wieso kommen so viele iranische Teams zum deutschen Robocup?
1999 in Stockholm ist ein iranisches Team Weltmeister in der so genannten Middle-Size-League geworden. Ich vermute, dass dadurch Projekte im Iran in dem Bereich gefördert werden.

Wie lange bleibt es blanker Hollywood-Unsinn, dass Roboter sich verselbstständigen? Ein beängstigendes Szenario ist noch sehr weit entfernt, ich glaube nicht, dass ich das noch erleben werde.

Die Fragen stellte Grischa Brower-Rabinowitsch

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