Nasa-Sonde Cassini Raumsonde vor finalem Sturzflug

Rund 20 Jahre lang war die Raumsonde Cassini unterwegs, hat mit spektakulären Manövern den Saturn und seine Monde erkundet und Forscher begeistert. Jetzt steht das spektakuläre Ende der Mission bevor.
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Die Saturn-Raumsonde Cassini hat in den vergangenen zehn Jahren viele Entdeckungen rund um den zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems gemacht. 20 Jahre nach dem Start steht jetzt das große Finale der Mission bevor. Quelle: dpa
Finale der Cassini-Mission

Die Saturn-Raumsonde Cassini hat in den vergangenen zehn Jahren viele Entdeckungen rund um den zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems gemacht. 20 Jahre nach dem Start steht jetzt das große Finale der Mission bevor.

(Foto: dpa)

WashingtonAuf das „große Finale“ folgt ein Ende mit Knall: Rund 20 Jahre nach ihrem Start soll die Raumsonde Cassini sich am kommenden Freitag (15. September) kontrolliert in den Saturn stürzen.

„Das Ende der Mission wird ein ergreifender Moment, aber ein passender und sehr wichtiger Abschluss einer beeindruckenden Reise“, sagt Earl Maize von der US-Raumfahrtbehörde Nasa. „Indem wir das Raumschiff sicher in der Atmosphäre des Saturn entsorgen, verhindern wir jede Möglichkeit, dass Cassini in der Zukunft irgendwann auf die Monde des Saturns auftreffen und damit ihre unberührte weitere Erkundung unmöglich machen könnte.“

Nur ein kleiner Fleck im All
Cassini snaps photo of the Earth
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Dieser Schnappschuss von Erde und Mond (Pfeil) ist der Raumsonde Cassini geglückt. Die eigentlich zur Erkundung des Planeten Saturn ausgeschickte Sonde befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahme rund 1,4 Milliarden Kilometer von unserem Heimatplaneten entfernt.

Möglich wurde der Schnappschuss, weil die Sonne zum Zeitpunkt der Aufnahme hinter dem Planeten stand, dessen Rand man oben links erkennt, zusammen mit einem Teil seines bekannten Ringsystems. Bei einer anderen Sonnenposition wären Erde und Mond durch das Licht unseres Zentralgestirns überstrahlt worden.

Cassini snaps photo of the Earth
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Auf diesem ebenfalls von Cassini gemachten Bild sind die Erde als strahlend heller Fleck und der Mond als Punkt links unter ihr zu erkennen. Cassini war im Juli 2004 nach einer siebenjährigen Reise über 3,5 Milliarden Kilometer in eine Umlaufbahn um den Saturn eingeschwenkt.

Die Raumsonde, ein Gemeinschaftsprojekt von Nasa und der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa, ist keineswegs das erste Raumschiff, das unseren Heimatplaneten aus großer Distanz ablichtete. Die folgende Auswahl präsentiert einige interessante Ansichten des blauen Planeten aus dem All.

Erde aus dem All
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Dieses 1972 von Astronauten der Nasa-Mondmission Apollo 17 gemachte Bild ist ein echter Klassiker. Als "Blue Marble" - so der Titel des Fotos - präsentierte sich die Erde den Raumfahrern aus einer Distanz von 45.000 Kilometern.

Erde aus dem All
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Neil Armstrong und Buzz Aldrin waren nicht nur die beiden ersten Menschen auf dem Mond, sie konnten auch als erste Betrachter diesen Anblick genießen: Die Erde geht über dem Mondhorizont auf. Klar, dass sie von diesem Ereignis ein Foto zur Erde funkten.

Erde aus dem All
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Erde und Mond auf einem Bild vereint - was uns heute alltäglich erscheint, war in den frühen Tagen der Raumsonde Voyager 1 eine Sensation. Am 18. September 1977 funkte die Sonde diesen Schnappschuss aus gut 11 Millionen Kilometern zur Erde, um sich dann auf ihre weite Reise durch das Sonnensystem zu machen.

Erde aus dem All
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Ein gutes Stück näher war die Sonde Galileo, als sie auf ihrem Weg zum Jupiter einen Blick zurück auf Erde und Mond warf. Doch nicht nur die geringere Distanz zwischen Kamera und Motiv - "nur" rund 6 Millionen Kilometer - sorgte für eine höhere Bildqualität im Vergleich zum Voyager-Bild, auch die Technik war ein gehöriges Stück weiter - das Galileo-Bild entstand 1992.

Erde von der Marsoberfläche aus gesehen
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Zugegeben, besonders eindrucksvoll wirkt die Erde auf diesem Bild nicht gerade. Und doch hat diese Aufnahme aus dem Jahr 2004 großen historischen Wert: Erstmals wurde unser Heimatplanet von der Oberfläche eines anderen Planeten aus fotografiert. Den kleinen Lichtpunkt am Himmel über dem Planeten Mars fing die Kamera des Nasa-Rovers Spirit ein. Zum Zeitpunkt der Aufnahme betrug die Entfernung zwischen beiden Planeten rund 65 Millionen Kilometer.

Das „letzte Abtauchen“ beginnt am Freitag um 10.37 Uhr (MESZ), dann geht es für die Sonde hinein in die Atmosphäre des Gasriesen. Gegen 13.54 Uhr erwartet die Nasa via Radiowellen das letzte Signal von Cassini aus einer Höhe von rund 1500 Kilometern über den Wolken des Saturns, bevor die Sonde wie ein Meteor auseinanderbricht.

Bis zuletzt soll die 12.600 Kilogramm schwere Sonde funken. Die Kamera wird zwar schon am Tag vor dem Absturz abgestellt, aber acht der zwölf wissenschaftlichen Instrumente an Bord von Cassini arbeiten weiter.

„Während des Rasens in die Atmosphäre werden wir in Echtzeit Daten senden – das gab es noch nie am Saturn“, sagt Nasa-Managerin Lisa Spilker. Wertvolle Daten etwa über die Zusammensetzung der Atmosphäre des Planeten sollen so gesammelt werden.

Die Erwartungen wurden übererfüllt
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