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Neue Kernresonanz-Spektroskopie: Erforschung von Alzheimer und HIV

Zur Erforschung von Krankheiten wie Aids, Alzheimer oder Rinderwahnsinn ist am Dienstag in Jülich ein Zentrum für Kernresonanz-Spektroskopie eröffnet worden.

dpa JüLICH. Zur Erforschung von Krankheiten wie Aids, Alzheimer oder Rinderwahnsinn ist am Dienstag in Jülich ein Zentrum für Kernresonanz-Spektroskopie eröffnet worden. Mit drei magnetischen Hochleistungs-Geräten wollen Wissenschaftler die Funktionsweise von Viren wie HIV erfassen und neue Diagnose- und Therapieverfahren für Krankheiten wie Alzheimer oder Rinderwahn entwickeln. Wegen der starken magnetischen Kräfte wurde der neue Labortrakt am Forschungszentrum Jülich weitgehend aus Holz gebaut.

Mit magnetischen Kräften, die bis zum 300 000fachen des Erdmagnetfeldes betragen, untersuchen Wissenschaftler die räumliche Struktur von Eiweißen. Die spielen bei den Erkrankungen eine entscheidende Rolle. In der Alzheimer-Forschung geht es um die deutliche Verbesserung der Diagnose. Dazu entwickeln die Forscher ein Eiweißmolekül, das sich an die veränderten und krankmachenden Eiweißstoffe im Gehirn haftet. So soll Alzheimer im lebenden Gehirn diagnostiziert werden können, sagte der Leiter des Zentrums, Professor Dieter Willbold.

Bei Rinderwahnsinn und der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit entwickeln die Forscher Eiweißbausteine, die die ungefährliche Form des Proteins stabilisiert und die Entwicklung der krankmachenden Variante verhindert. Das NMR-Zentrum entstand in Kooperation mit der Heinrich- Heine-Universität Düsseldorf. NMR steht für Nuclear Magnetic Resonance (magnetische Kernresonanz). Die Gerätekosten von 2,5 Mill. Euro übernehmen Bund und Land.

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