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Neue Technik aus dem Werkzeugbau entlastet die Dentallabors Laser können individuellen Zahnersatz in Serie fertigen

Kotflügel schneiden und schweißen sie schon lange – jetzt steht Laserwerkzeugen eine neue Karriere in der Zahntechnik bevor. Das Bremer Startup-Unternehmen Bego Medical hat das ursprünglich für die Herstellung bizarr geformter Spezialwerkzeuge entwickelte Rapid Prototyping für die Dentaltechnik entdeckt.
  • Anna Trömel (Handelsblatt)

STUTTGART. Dabei lassen Laserstrahlen aus Metallstaub Körper entstehen. „Wir fertigen individuellen Zahnersatz in Serie“, sagt Bego-Vertriebsleiter Axel Klarmeyer. Die Tochtergesellschaft der mit Zahngold bekannt gewordenen Traditionsfirma Bremer Goldschlägerei griff als erste zu, als der schwäbische Maschinenbauer Trumpf den Laserformer namens Trumaform L250 vorstellte. Bego orderte zwei der mannshohen Maschinen, hinter deren Gehäusen sich jede Menge High Tech verbirgt.

Der rund 500 000 Euro teure Laserformer konkurriert mit automatischen Fräsen, die im Werkzeugbau wie in der Dentaltechnik seit Jahren gute Dienste leisten. „Es gibt Formen, die zu komplex sind, um sie auszufräsen“, sagt Joachim Hutfless, Produktmanager bei Trumpf. Zu diesen Formen zählen Zahnkronen aus Metall.

Bego hat ein spezielles CAD-System für Zahntechniker entwickelt, mit dem sich Zahnersatz am Computer modellieren lässt. CAD steht für Computer Aided Design und meint die dreidimensionale Konstruktion am Bildschirm. Das System umfasst auch einen Scanner, um das vom Zahnarzt gelieferte Gipsmodell zu digitalisieren. Das Terminal im Zahnlabor ist ab 35 000 Euro zu haben.

Die Innovation treibt das Outsourcing in der Dentalbranche voran: Der Zahntechniker übermittelt das digitalisierte Modell elektronisch zu Bego nach Bremen, wo es den Weg aus der virtuellen in die reale Welt findet. Spätestens 72 Stunden nach der Bestellung bekommt er ein so genanntes Kronengerüst zurück. Das ist ein Rohling aus Metall, der wie ein Zahn geformt ist, aber noch mit Keramik beschichtet werden muss.

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