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Neuralink Musk konkretisiert Pläne für Hirn-Vernetzung mit Computern

Der Tesla-Chef will die neue Technologie bereits 2020 testen. Bis zum Markteintritt muss Musks Firma Neuralink aber noch einige Hürden überwinden.
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So will Elon Musk das menschliche Gehirn mit Computern verbinden

Düsseldorf Elon Musks Technik-Fantasien scheinen grenzenlos: Mit Tesla treibt der Milliardär bereits die elektrische Revolution in der Autobranche voran. Doch die Liste seiner visionären Vorhaben ist immer noch lang.

So hat sich der 48-Jährige zum Ziel gesetzt, in Metropolen auf der ganzen Welt den Nahverkehr zu entlasten, indem er Hyperloop-Röhren baut, die Passagiere unterirdisch befördern. Mit seinem Weltraumunternehmen SpaceX will Musk Menschen zum Mars bringen und das All erobern. Und seine 2016 gegründete Firma Neuralink arbeitet daran, das menschliche Gehirn mit Computern zu vernetzen.

Eines von Musk Vorhaben ist nun offenbar ein gutes Stück vorangekommen. In San Francisco stellte Neuralink am Dienstagabend den aktuellen Stand der Forschung vor. Demnach hofft das US-Unternehmen, bereits Ende 2020 die neue Technologie mit Menschen zu testen. Über die Gehirne der Probanden sollen datenleitfähige Substanzen gelegt werden, sodass Hirn-Computer-Schnittstellen entstehen. So sollen die Teilnehmer direkt mit künstlicher Intelligenz (KI) kommunizieren können.

Vor knapp drei Jahren, als das Unternehmen mit Sitz in San Francisco gegründet wurde, gab es nur die Idee. Musk sprach zu diesem Zeitpunkt von einem „direkten Interface zur Hirnrinde“, insgesamt blieb er aber vage. Mittlerweile hat Neuralink die ersten Elektroden vorgestellt, beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter – und sucht weiter kluge Köpfe, die die Vision des Unternehmens in die Realität umsetzen.

Während der Präsentation am Dienstag sagte Musk, das ultimative Ziel der Firma sei, dass Menschen eine Art „Symbiose“ mit KI bildeten. Andernfalls laufe die Menschheit Gefahr, dass sie eines Tages von Maschinen abgehängt werde. Zudem soll die Technologie vor allem Menschen mit Gehirnerkrankungen helfen.

Bis die Technologie auf den Markt kommt, wird es trotz der im Jahr 2020 angedachten Tests wohl noch dauern. Neuralink-Chef Max Hodak sagte während der Vorstellung, bis dahin liege noch ein weiter Weg vor dem Unternehmen. Für die Tests habe Neuralink bisher noch keine Genehmigungen der zuständigen Behörden eingeholt, zudem sei der Konzern noch auf der Suche nach weiteren Partnerschaften zur Entwicklung der Technologie.

Dass Musks Tech-Fantasie in die Realität umgesetzt werden könnte, daran hatte Hodak anfangs seine Zweifel, sagte er in San Francisco. Letztlich habe ihn die Herangehensweise des Unternehmers davon überzeugt, in die Forschung einzusteigen. „Man sollte vorsichtig damit sein, Musk zu sagen, dass etwas unmöglich ist.“

Mehr: Kann Elon Musk seine technologische Revolution fortsetzen? Der Blick in die Bilanzen des US-Autobauers zeigt: Der Spielraum für den visionären Unternehmer wird immer kleiner.

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