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Norddeutsche Affinerie Billigere Solarzellen aus Kupfer

Der größte europäische Kupferproduzent, die Norddeutsche Affinerie AG (NA) in Hamburg, hat die Entwicklung flexibler Solarzellen auf Kupferfolie mit sechs Patenten abgeschlossen. Derzeit sucht die NA Partner, um mit der industriellen Produktion im Jahr 2007 zu starten.

HB/beu HAMBURG. Hauptbestandteile der Solarzellen sind Kupfer, Indium und Selen. Sie werden nach dem englischen Copper für Kupfer „CIS-Zellen“ genannt und endlos am laufenden Band hergestellt. Die Bänder müssen anschließend nur noch in Streifen geschnitten, elektrisch kombiniert und zum Schutz gegen Umwelteinflüsse laminiert werden. Die CIS-Zellen seien um 80 % leichter und könnten durch galvanische Beschichtung um die Hälfte billiger produziert werden als die in Vakuumanlagen hergestellten Solarzellen aus Silizium, sagt NA-Chef Werner Marnette. Die CIS-Zellen erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 10,4 % – auf Großflächen liegt der Wert bei 6,5 %.

Die NA-Entwicklungsabteilung geht davon aus, dass die kupferbasierten Solarzellen hauptsächlich in Kombination mit vorgefertigten Dachelementen großflächig eingesetzt werden. Geplant sind zudem Abdeckungen für Dachgauben oder Solarlamellen zur Beschattung von Wintergärten oder Gewächshäusern. Die NA entwickelt die CIS-Zelle seit 2000 und hat bisher 2,5 Mill. Euro investiert.

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