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Österreich Empörung über geplanten Bären-Abschuss in Bayern

Der geplante Abschuss des Braunbären in Bayern sorgt weiter für Aufregung. Als „typisch deutsch“ hat der Präsident des Deutschen Naturschutzrings, Hubert Weinzierl, die Entscheidung der bayerischen Behörden kritisiert.
Braunbär Quelle: dpa

In Deutschland könnte bald der erste Braunbär seit rund 170 Jahren auftauchen (Archivbild).

(Foto: dpa)

dpa MüNCHEN. Der geplante Abschuss des Braunbären in Bayern sorgt weiter für Aufregung. Als „typisch deutsch“ hat der Präsident des Deutschen Naturschutzrings, Hubert Weinzierl, die Entscheidung der bayerischen Behörden kritisiert.

„Wir machen uns weltweit lächerlich.“ Auch der Tierschutzbeauftragte der SPD- Bundestagsfraktion, Wilhelm Priesmeier, kritisierte das Vorgehen in Bayern. „Ich halte das Theater nicht für angemessen“, sagte Priesmeier der „Berliner Zeitung“ (Dienstag).

Der Abschuss sei nur zu rechtfertigen, wenn von dem Tier eine unmittelbare Gefahr für Menschen ausginge, sagte Priesmeier. Auch Weinzierl betonte, der Bär könne betäubt und müsse nicht getötet werden. Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) müsse seine Abschuss-Anordnung sofort zurückziehen, sagte Weinzierl im niederbayerischen Wiesenfelden. Ansonsten müsse der für Tierschutz zuständige Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) seinen „wild gewordenen Landsmann bremsen“.

Auch der Deutsche Tierschutzbund wandte sich strikt gegen einen Abschuss. „Ich halte den Vorgang für ungeheuerlich und empörend“, sagte die Vizepräsidentin des Verbandes, Brigitte Rusche, der „Berliner Zeitung“. In Deutschland rege man sich über jeden Elefanten auf, der von armen Bauern in Afrika erschossen werde, um die Ernte zu schützen. „Aber selbst fällt uns nichts Besseres ein, als einen Bären sofort abzuschießen“, kritisierte die Biologin aus München.

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