Panne beim Start ins All Sensor-Defekt führte zum Sojus-Startabbruch

Russische Experten haben die Ursache des Startabbruchs einer Sojus-Rakete vor drei Wochen ermittelt. Das Problem könnte weitere Raketen betreffen.
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Das Sojus-Raumschiff kurz nach dem Start. Wegen Problemen mit dem Triebwerk musste die Raumkapsel notlanden. Quelle: dpa
Start fehlgeschlagen

Das Sojus-Raumschiff kurz nach dem Start. Wegen Problemen mit dem Triebwerk musste die Raumkapsel notlanden.

(Foto: dpa)

Ein defekter Sensor war für den missglückten Start einer russischen Sojus-Rakete vor drei Wochen verantwortlich. Das Bauteil sei bei der Montage der Rakete auf dem Kosmodrom in Kasachstan beschädigt worden, teilte der Chef der Untersuchungskommission, Igor Skorobogatow, am Donnerstag mit.

Die Sojus-Rakete war am 11. Oktober mit zwei Astronauten zur Raumstation ISS gestartet. Kurz nach dem Abheben vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan kam es dann jedoch zu Problemen bei der Zündung der zweiten Raketenstufe, die schließlich zum Startabbruch führten.

Die Raumkapsel mit einem russischen und einem US-Raumfahrer wurde kontrolliert abgesprengt und landete sicher in Kasachstan. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand, allerdings verhängte die russische Raumfahrtbehörde ein Startverbot für Raketen.

Frühestens Anfang Dezember soll es wieder bemannte Starts zur Raumstation geben. Damit verschiebt sich auch der Austausch der ISS-Crew, denn Russland verfügt mit der Sojus derzeit weltweit über das einzige Raumschiff für bemannte Flüge ins All.

Laut Skorobogatow könnte das jetzt entdeckte Sensor-Problem auch zwei weitere Sojus-Raketen betreffen. Deshalb würden derzeit zusätzliche Kontrollen im Montageprozess eingeführt, so der Experte.

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