Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Peinliche Erfindungen Technik-Flops im Museum des Scheiterns

Was haben die Datenbrille Google Glass, ein Kugelschreiber für Frauen und ein Donald-Trump-Spiel gemeinsam? Alle erwiesen sich als veritabler Flop. Ein Museum in Schweden stellt gescheiterte Erfindungen zur Schau.
09.06.2017 - 12:27 Uhr Kommentieren
Die Datenbrille von Google gehört zu den gefloppten Erfindungen, die in dem schwedischen Museum zur Schau gestellt werden. Quelle: dpa
Google Glass im Museum des Scheiterns

Die Datenbrille von Google gehört zu den gefloppten Erfindungen, die in dem schwedischen Museum zur Schau gestellt werden.

(Foto: dpa)

Helsingborg Manche Erfindungen sind zu schön, um wahr zu sein. Fettfreie Chips zum Beispiel. Wer wünscht sich nicht, die sündige Knabberei ganz ohne Gewissensbisse zu genießen?

Im Gesundheitswahn der 90er Jahre wurde der Zusatzstoff Olestra zum Hit, der Kalorienzählen überflüssig machte. Allerdings nur ganz kurz. Denn der Stoff hatte unangenehme Nebenwirkungen.

„Das Problem war, dass man Durchfall davon bekam“, erzählt Samuel West. „Wenn du eine ganze Dose fettfreie Pringles gegessen hast, hast du danach eine Weile auf der Toilette festgesessen.“ In seinem Museum des Scheiterns in Südschweden zeigt West seit Mittwoch rund 70 gefloppte Erfindungen.

„Ich hatte genug von all den Erfolgsgeschichten“, sagt der Kurator mit isländisch-amerikanischen Wurzeln. „Es ist wichtig, Scheitern zu akzeptieren. Daraus können wir viel lernen.“ 80 bis 90 Prozent aller Erfindungen, sagt West, seien Flops.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Diese Erfindungen brachten ihren Schöpfern den Tod
    Otto Lilienthal
    1 von 10

    Der Luftfahrtpionier Karl Otto Wilhelm Lilienthal baute in seinem Leben rund 20 Flugapparate. Er gilt als der erste Mensch, der die Schwerkraft bezwungen hat und geflogen ist. Einer seiner Flugapparate, der Vorfahr des heutigen Segelfliegers, wurde zur Serienproduktion in seiner Maschinenfabrik in Berlin freigegeben. Am 9. August 1896 verunglückte Otto Lilienthal bei einem seiner Flüge tödlich. Er stürzte aus rund 15 Metern Höhe ab und brach sich einen Halswirbel. (Foto: Wikipedia Public Domain)

    Franz Reichelt
    2 von 10

    Der Schneider Franz Reichelt hatte einen Fallschirm-Anzug erfunden. Der tragbare Gleitschirm versagte allerdings schon bei ersten Tests. 1912 wollte Reichelt seine Erfindung dennoch der Weltöffentlichkeit präsentieren, zog seinen Fallschirm an und sprang damit vom Eiffelturm. Dieses Video dokumentiert den tragischen Ausgang des Experiments.

    (Foto: Reuters)
    Marie Curie
    3 von 10

    Die in Polen geborene Physikerin Marie Skłodowska Curie erforschte Radioaktivität und bekam für ihre Pionierarbeit 1903 den Nobelpreis in Physik und 1911 in Chemie verliehen. Für ihre Forschung zahlte sie jedoch einen hohen Preis. 1934 starb sie an den Folgen der sogenannten aplastischen perniziösen Anämie - vermutlich eine Folge ihrer langjährigen Arbeit mit radioaktiven Elementen. (Foto: Wikipedia Public Domain)

    Valerian Abakovsky
    4 von 10

    1917 entwickelte der Russe Valerian Abakovsky ein Schienenfahrzeug mit Propellerantrieb. Es sollte kommunistische Funktionäre schnell von Stadt zu Stadt transportieren. Auf der Rückfahrt des ersten Testlaufs zwischen Moskau und Tula entgleiste das Fahrzeug. Alle Insassen, darunter Abakovsky, starben. (Foto: Wikipedia Public Domain)

    Horace Hunley
    5 von 10

    Der Amerikaner Horace Hunley konstruierte im amerikanischen Bürgerkrieg das erste U-Boot, das ein feindliches Schiff versenkte. Hunley selbst ging 1863 während einer Übungsfahrt mit seinem eigenen Boot unter. (Foto: Wikipedia Public Domain)

    Wan Hu
    6 von 10

    Nach der Legende wollte im 15. Jahrhundert ein Chinese namens Wan Hu auf einem Stuhl mit 47 Raketen in den Himmel fliegen. Nach einem Bericht explodierte der gesamte Stuhl mitsamt dem Piloten sofort. Ein anderer behauptet, Wan Hu sei mit seinem Raketenstuhl aufgestiegen und dann in der Luft verbrannt. (Foto: Wikipedia Public Domain)

    Alexander Bogdanov
    7 von 10

    Der russische Universalgelehrte Alexander Bogdanov glaubte daran, dass Blutspenden der Schlüssel zur ewigen Jugend sei. 1925 gründete er deshalb in Moskau die erste Blutbank und führte sich selbst regelmäßig Blutkonserven zu. 1928 erwischte er dabei eine Konserve mit Blut, das mit Malaria und Tuberkulose verseucht war.

    (Foto: dpa)

    Vor allem große Unternehmen kehrten das gern unter den Teppich. Viele von ihnen hat der gelernte Psychologe für sein Museum kontaktiert. Niemand habe aber mit ihm sprechen wollen, sagt er.

    Dabei hätte West wirklich gern gewusst, was sich die Unternehmen bei manchen Erfindungen gedacht haben. Etwa bei dem Kugelschreiber für Frauen, in lila und pink, mit Glitzer verziert. Offenbar vermutete man bei den Entwicklern, dass Frauen keine normalen Kugelschreiber benutzen können.

    Tiefkühlgerichte von Colgate – keine gute Idee

    Auch die Puppe, die über Stimmerkennung mit Kindern spricht und die Daten dann direkt aus dem Kinderzimmer in US-Marketingzentralen sendet, wollte niemand haben. Oder die Datenbrille Google Glass mit eingebauter Kamera: Anfangs euphorisch gefeiert, geriet das Google-Gadget rasch zum Rohrkrepierer.

    Niemand wollte einem Brillenträger gegenübertreten, der unter Umständen die Szene vor seinen Augen heimlich filmte. „Restaurants in San Francisco hatten eine Zeit lang Schilder an ihren Türen: Keine Hunde, kein Google Glass“, so West.

    Der Zahnpasta-Hersteller Colgate hielt es in den 80er Jahren für eine gute Idee, den Markt der Tiefkühlgerichte zu erobern. Was für ein Fehlschlag! „Die Leute haben sich gefragt: Schmeckt das jetzt nach Zahnpasta?“, erzählt West.

    Auch das säuerliche Harley-Davidson-Parfüm kam bei Motorradfans nicht gut an, genau wie ein Donald-Trump-Brettspiel zum Ladenhüter wurde. „Zu Trumps gescheiterten Ideen hätte ich ein eigenes Museum machen können“, sagt der Kurator. „Trump-Wodka, Trump-Universität, Trump-Steaks...“

    Warum der Segway als gescheitert gilt
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Peinliche Erfindungen - Technik-Flops im Museum des Scheiterns
    0 Kommentare zu "Peinliche Erfindungen: Technik-Flops im Museum des Scheiterns"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%