Planet Vulkan Forscher entdecken mögliche Heimatwelt von Mr. Spock

US-Astronomen haben einen Planeten aufgespürt, der als Heimatwelt des spitzohrigen Vulkaniers aus dem Star-Trek-Universum infrage käme.
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Wo die Heimatwelt des Enterprise-Offiziers genau liegt, bleibt in der Serie offen. Forscher haben jetzt einen Kandidaten entdeckt. (Foto: dpa)
Mr. Spock

Wo die Heimatwelt des Enterprise-Offiziers genau liegt, bleibt in der Serie offen. Forscher haben jetzt einen Kandidaten entdeckt. (Foto: dpa)

Berlin„Faszinierend“ würde Mr. Spock diese Entdeckung vermutlich nennen: US-Astronomen haben einen Planeten aufgespürt, der als mögliche Heimatwelt des spitzohrigen Wissenschaftsoffiziers aus dem Star-Trek-Universum („Raumschiff Enterprise“) infrage käme. Der von den Forschern zur Kategorie der „Supererden“ gerechnete Planet umkreist den Stern 40 Eridani A, den Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry selbst einmal als mögliche Heimat des Spock-Planeten Vulkan bezeichnet hatte.

Wo Vulkan genau liegt, bleibt in der Serie offen. Doch in einem Beitrag für die Zeitschrift Sky and Telescope hatte Roddenberry im Juli 1991 auf 40 Eridani A verwiesen. Der 16 Lichtjahre entfernte Stern ist Teil eines Dreifach-Sternsystems und ähnelt in Größe und Alter unserer Sonne. Zu Lebzeiten Roddenberrys, der wenige Monate nach Erscheinen des Artikels verstarb, war aber unbekannt, ob der auch unter dem Namen HD 26965 bekannte Stern tatsächlich einen planetaren Begleiter hat.

Inzwischen haben Astronomen jedoch Methoden entwickelt, um Planeten um andere Sterne aufzuspüren, obwohl diese vom hellen Licht ihrer Zentralsterne überstrahlt werden und damit für irdische Teleskope unsichtbar sind. So verraten sich Planeten unter anderem dadurch, dass sie durch ihre Schwerkraft den Stern auf seinem Weg durchs All ein wenig taumeln lassen. Ein solches Taumeln von 40 Eridiani A brachte die Wissenschaftler um Jian Ge von der University of Florida auf die Spur des Spock-Planeten.

Wo sich Erfinder bei der Enterprise bedient haben
Kultserie Star Trek
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Mit einem Super-Antrieb durch die Galaxie fliegen und jede Krankheiten mit einem einzigen Gerät erkennen: Im Jahr 1966 wurde die erste Szene der US-amerikanischen Science-Ficton-Serie ausgestrahlt. Damals ahnte niemand, dass viele fantasievolle Erfindungen der Serie im echten Leben heute zur Realität würden. Ein Überblick, was die Wissenschaft von dem Drehbuch gelernt hat.

Klapphandy
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Ein klappbarer Kommunikator gehörte schon in Mitte der 1960er zur Standardausrüstung der Sternenflotte. Gut 30 Jahre später konnte der Kommunikator nicht nur als Designvorlage für das Klapphandy gelten.

Tablets
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Ab „The Next Generation“ waren Touchscreens die zentralen Bedienelemente in Star Trek. Zur Steuerung und Präsentation hatten die Offiziere der Sternenflotte gerne einmal ein flaches Gerät mit Touch-Bildschirm dabei, was sich mit dem Hauptcomputer verbinden ließ und auf dem sich Videos abspielen ließen – die direkte Inspiration für den Tablet-Computer. Ab kommenden Jahr kehrt Star Trek auf die Geräte zurück, die Streamingdienste populär gemacht haben – als Netflix-Serie.

Bluetooth
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Im Jahr 1966 trugen die Schauspieler bereits ein Headset am Ohr – die Kommunikation lief einwandfrei. Erfunden wurde Bluetooth allerdings erst ab dem Jahr 1990 und ist heute ein fester Bestandteil von technischen Geräten.

GPS
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Hauptdarsteller Scotty konnte schon damals seine Mannschaft orten und Gefahren früh erkennen: Für die Zuschauer war das pure Fantasie. In der Realität wurde im Jahr 1995 das erste GPS-System gestartet. Das Ortungssystem ist heute ein fester Bestandteil von jedem Smartphone und Navigationsgerät.

Videotelefonie
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Die moderne Kommunikation von heute: Per Videoübertragung mit Skype oder Facetime zu telefonieren ist seit dem Jahr 2003 möglich. Captain Kirk konnte sich schon damals mit anderen Wesen aus der Galaxie auf einem Bildschirm unterhalten.

Sprachsteuerung
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Was heute die neueste Funktion an jedem Handy ist, konnten die Darsteller von Star Trek schon längst vor 50 Jahren: Geräte mit der eigenen Stimme steuern.

„Der Planet hat etwa die doppelte Größe der Erde und umkreist seinen Stern gerade innerhalb von dessen habitabler Zone“, so Ge. Mit diesem Begriff umschreiben Astronomen den Bereich um einem Stern, der für die Entstehung von Leben auf einem Planeten optimal ist. Aufgrund seiner Größe zählen die Forscher den Planeten zu den Supererden – eine Bezeichnung, die sich auf Größe und Masse eines Planeten bezieht und nichts über mögliche Bedingungen für die Entstehung von Leben aussagt.

Immerhin lässt sich sagen, dass die neu entdeckte Welt alt genug wäre, um die Entwicklung einer „Vulkanier-Zivilisation“ zu ermöglichen. „HD 26965 ist etwa so alt wie unsere Sonne“, erläutert Matthew Muterspaugh, ein an der Entdeckung beteiligter Wissenschaftler. „Damit wäre er ein idealer Heimatstern für eine fortgeschrittene Zivilisation.“

Auf die Spur der möglichen Vulkanier-Welt kamen die Forscher im Rahmen des Dharma Planet Survey, eines am Mount-Lemmon-Observatorium in Arizona beheimateten Forschungsprojekts zur Entdeckung von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Doch um Spocks vermeintlichen Heimatstern am Nachthimmel aufzuspüren, bedarf es nicht zwingend astronomischer Beobachtungsinstrumente.

„Anders als die meisten anderen Heimatsterne ferner Planeten kann man 40 Eridiani auch mit bloßem Auge sehen“, so Bo Ma, ein weiterer an dem Projekt beteiligter Forscher. „In klaren Nächten kann nun jeder auf Spocks Heimat am Nachthimmel zeigen.“

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