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Planetenforschung Merkur auf Kollisionskurs?

Sonne und Jupiter zerren beide an Merkur. Schon eine winzige Bahnabweichung würde den Planeten auf einen Crashkurs durch das Sonnensystem schicken. Könnte er dabei vielleicht sogar die Erde zerschmettern?
21.09.2015 - 11:47 Uhr
Schon eine winzige Bahnänderung könnte ihn auf einen gefährlichen Kurs befördern.
Planet Merkur

Schon eine winzige Bahnänderung könnte ihn auf einen gefährlichen Kurs befördern.

Heidelberg Unser innerster Planetennachbar Merkur zieht heute schon auf einer sehr stark elliptischen Bahn seine Kreise um die Sonne. Und das könnte sich noch weiter verstärken, da nicht nur die Sonne an ihm zerrt, sondern auch die Gravitation von Jupiter, dem größten Planeten im Sonnensystems.

Manche Astronomen vermuten, dass der Einfluss des Gasplaneten ausreichen könnte, um Merkur endgültig aus seiner Bahn zu werfen: Er könnte dann durch das innere Sonnensystem in Richtung Jupiter driften – und auf seinem Weg auch unsere Erde gefährden, weil er mit ihr zusammenstößt oder Venus beziehungsweise Mars auf einen Crashkurs schickt.

Nasa zeigt den Mond von hinten
Der Mond von hinten
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Aus einer Distanz von etwa 1,6 Millionen Kilometern hat der Satellit DSCOVR (Deep Space Climate Observatory) faszinierende Fotos von Erde und Mond aufgenommen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichte am 6. August 2015 Bilder, die Mitte Juli gemacht wurden und die Rückseite des Mondes zeigen. Auf der Website der Nasa ist dazu eine kleine Animation zu sehen, wie der Mond an der Erde vorbeigleitet.

Wegen seiner sogenannten gebundenen Rotation wendet der Mond der Erde immer die gleiche Seite zu. Erstmals wurde seine Rückseite 1959 von der sowjetischen Sonde Lunik 3 erkundet.

(Foto: Reuters)
Der ältere Cousin der Erde
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Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa haben im Juli 2015 einen erdähnlichen Planeten entdeckt. Der „Kepler-452b“ (hier eine Illustration der Nasa) getaufte Himmelskörper sei eine Art „größerer und älterer Cousin“ der Erde, teilten die Forscher bei einer Pressekonferenz mit. Der mit dem Weltraumteleskop „Kepler“ entdeckte Planet befinde sich in der bewohnbaren Zone nahe eines anderen sonnenartigen Sterns.

Wasser könnte dort flüssig sein - eine der Grundvoraussetzungen für Leben. Von allen bislang entdeckten Planeten ähnele „Kepler-452b“ bislang am meisten der Erde, sagte Nasa-Manager John Grunsfeld. „Dieses aufregende Ergebnis bringt uns einen Schritt näher zur Entdeckung einer Erde 2.0.“

(Foto: AP)
Kepler-452b
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Sein Durchmesser ist 60 Prozent größer als der der Erde. Gewicht und Zusammensetzung des Planeten haben die Forscher noch nicht genau bestimmen können, die Wahrscheinlichkeit sei aber hoch, dass er felsig sei. Der neu entdeckte Planet ist fünf Prozent weiter von seinem sonnenartigen Stern „Kepler-452“ entfernt, als die Erde von der Sonne. Er braucht 385 Tage, um den Stern einmal zu umrunden. Der Stern „Kepler-452“ ist sechs Milliarden Jahre alt - 1,5 Milliarden Jahre älter als unsere Sonne - und 20 Prozent heller.

Das „Kepler-452“-Sonnensystem liegt im Sternbild Schwan rund 1400 Lichtjahre von unserer Erde entfernt. „Es ist beeindruckend, wenn man sich vorstellt, dass dieser Planet sechs Milliarden Jahre in der bewohnbaren Zone eines Sterns verbracht hat, länger als die Erde“, sagte Nasa-Wissenschaftler Jon Jenkins. „Das ist eine wesentliche Möglichkeit für die Entstehung von Leben – wenn denn alle wesentlichen Voraussetzungen und Konditionen dafür auf diesem Planeten existieren.“

(Foto: dpa)
Die Erde voll im Blick
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Dieses Bild hat Seltenheitswert. Denn so vollkommen von der Sonne erleuchtet, kann die Erde nur ganz selten eingefangen werden. Das letzte Mal gelang das den Apollo-17-Astronauten 1972. Das Foto - "Blue Marble" genannt - ist legendär. Die neue Aufnahme wurde jetzt vom Satelliten Deep Space Climate Observatory (DSCOVR) aus einer Entfernung von über eine Million Kilometer gemacht. Die Kamera EPIC schoss dieses Farbfoto. Das ist die Abkürzung für "Earth Polychromatic Imaging Camera" - eine Kombination aus 4-Megapixel-Kamera und Teleskop. Das Bild ist zusammengesetzt aus drei Einzel-Aufnahmen mit unterschiedlichen Filtern (von Ultraviolett bis Nah-Infrarot).

(Foto: )
Die Sonne in Ultraviolett
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Dieses beeindruckende Bild der Sonne vom 15. Juli 2015 wurde von Nasas Raumsonde Solar TErrestrial RElations Observatory Ahead (STEREO-A) mit einem Ultraviolet-Imager aufgenommen. Die Mission des Projekts ist genau das: Bilder von den Lichtwellen der Sonne einzufangen, die wir mit dem menschlichen Auge nicht erkennen können.

(Foto: )
Pluto hat ein Herz
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Der Besuch der Raumsonde New Horizons beim Zwergplaneten am Rande unseres Sonnensystems war am 14. Juli 2015 ein Großereignis für Planetenforscher weltweit. Das erste Bild, das die Nasa der Welt dann von Pluto zeigte, beeindruckte und weckte Emotionen. Aus rund 12.000 Kilometer entstand das erste richtig nahe und scharfe Bild, auf dem auch Oberflächenstrukturen des einstigen neunten Planeten zu erkennen sind.

>>Hier sehen Sie weitere Pluto-Bilder

(Foto: )
Skurrile Mars-Landschaft
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Aureum Chaos Region heißt das Gebiet auf dem Mars, das hier von einer Kamera des HiRISE, dem High Resolution Imaging Science Experiment, aufgenommen wurde. Diese faszinierende Aufnahme des hell-getönten Bodensatzes, das auf dem Mars ein Gebiet von 368 Kilometern ausmacht, wurde von Nasas Mars Reconnaissance Orbiter im Januar 2015 zur Erde geschickt.

(Foto: )

Wenn überhaupt, so täte dieses Szenario allerdings erst in Milliarden von Jahren ein. Dennoch beschäftigen sich heute schon Wissenschaftler wie Richard Zeebe von University of Hawaii in Manoa mit diesem Gedankenspiel. Sie berechnen, wie sich die Planetenkonstellationen über die Äonen hinweg verändern könnten – in Zeebes Fall mit einem vorläufig beruhigenden Ergebnis.

Zeebe und Kollegen hatten die einmalige Gelegenheit, den neuen Supercomputer ihrer Universität sechs Wochen lang ununterbrochen für ihre Simulationen nutzen zu dürfen: Zukünftig wird wohl kein Wissenschaftlerteam mehr so lange an einem einzigen Projekt arbeiten dürfen. In dieser Zeit absolvierten die Forscher 1600 Zeitläufe, in denen Merkur jeweils von einer geringfügig veränderten Position in seinem Lauf um die Sonne startete.

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    In keinem der untersuchten Fälle reichte Jupiters Schwerkraft aus, um Merkur auf eine noch extremere Bahn zu zwingen, die ihn in die Nähe unseres eigenen Orbits brachte: In den nächsten fünf Milliarden Jahren soll uns demnach von dieser Seite keine Gefahr drohen.

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