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Planetenforschung Wasser-Geheimnis des Saturn gelüftet

14 Jahre haben Planetenforscher gerätselt, wie Wasser in die obere Atmosphäre des Planeten Saturn gelangt sein könnte. Jetzt hat ein High-Tech-Gerät im All die Frage geklärt
26.07.2011 - 14:30 Uhr Kommentieren
Dieses Bild der Wasserfontänen, die von Enceladus ins All geblasen werden, gelang der Nasa-Sonde Cassini. Quelle: Reuters

Dieses Bild der Wasserfontänen, die von Enceladus ins All geblasen werden, gelang der Nasa-Sonde Cassini.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Das Geheimnis der Wasservorkommen in der oberen Atmosphäre des Planeten Saturn ist gelüftet. Jüngste Aufnahmen des europäischen Weltraumteleskops „Herschel“ zeigen, dass der Wasserdampf von einer Reihe von Fontänen in der südlichen Polarregion des Saturn-Mondes Enceladus stammt.

Dieser stößt jede Sekunde rund 250 Kilogramm Wasserdampf aus, wie Experten der europäischen Weltraumorganisation Esa ermittelt haben. Enceladus ist damit der einzig bekannte Mond im Sonnensystem, der die chemische Zusammensetzung seines Mutterplaneten beeinflusst. Sein Wasserdampf bildet einen Donut-förmigen Ring um den Saturn.

Jüngsten Berechnungen zufolge gelangen drei bis fünf Prozent der von Enceladus abgestoßenen Wassermenge in die Saturn-Atmosphäre. „Es gibt nichts Vergleichbares auf der Erde“, kommentierte Paul Hartogh vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau.

Nach Auskunft der Forscher konnte der Wasserdampf bislang nicht entdeckt werden, weil er für das menschliche Auge unsichtbar ist. Erst „Herschels“ empfindliche Infrarotdetektoren spürten ihn auf.

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    „Herschel“ gilt als das größte jemals ins All geschickte Teleskop. Das nach dem Astronomen Friedrich Wilhelm Herschel (1738-1822) benannte High-Tech-Instrument wurde 2009 gestartet und wird im Idealfall bis weit ins Jahr 2013 hinein Daten sammeln.

    • dpa
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