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Plastic Road Straßenbau mit Plastikmüll

Recycling einmal anders: Ein niederländisches Bauunternehmen will aus dem Plastikmüll der Ozeane Platten fertigen, die zu Straßen ausgelegt werden. Sie sollen sogar besser sein als herkömmliche Asphaltbahnen.
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Die Straßen werden aus Hohlplatten zusammengesetzt. (Foto: Volker Wessels)
Straßen aus Plastikmüll

Die Straßen werden aus Hohlplatten zusammengesetzt. (Foto: Volker Wessels)

BerlinJoghurtbecher zu Fahrbahnen, Plastiktüten zu Radwegen: Das niederländische Bauunternehmen Volker Wessels will Kunststoffmüll zu Straßen verarbeiten. Die Plastikstraßen sollen einfacher und günstiger zu bauen sein und länger halten als Straßen aus Asphalt. Außerdem sollen sie dazu beitragen, die Meere sauber zu halten.

Plastic Road heißt das Projekt. Es soll aus Kunststoff kastenförmige Elemente produzieren, die dann ausgelegt werden. Die Elemente sind hohl, so dass darin auch Rohrleitungen und Kabel verlegt werden können oder Regenwasser abgeleitet werden kann, wie das Unternehmen erklärt.

Die Kunststoffstraßen hätten eine Reihe von Vorteilen gegenüber den herkömmlichen aus Asphalt: Die Elemente seien vergleichsweise leicht, weshalb ein weniger aufwendiges Fundament gelegt werden muss. Das soll den Straßenbau beschleunigen und günstiger machen.

Einmal verlegt benötigen die Kunststoffstraßen zudem weniger Instandhaltungsarbeiten als Asphalt. Schließlich sollen sie in einem größeren Temperaturbereich funktional bleiben – zwischen minus 40 und plus 80 Grad. Und einmal verlegt, halten sie laut Hersteller dreimal so lange wie eine heutige Straße.

Der Plastikmüll kommt ausschließlich aus dem Meer

In den Platten können Rohre und Kabel verlegt werden. (Foto: Volker Wessels)
Platz für Rohre und Kabel

In den Platten können Rohre und Kabel verlegt werden. (Foto: Volker Wessels)

Zudem bietet das Material weitere Vorteile: So soll der Straßenbelag geräuschärmer sein. Über sogenanntes Energy Harvesting könnte elektrischer Strom gewonnen werden – mutmaßlich durch die Integration von Sensoren, die Vibrationen, die die Autos verursachen, in elektrische Energie umwandeln.

Volker Wessels will die Straßenelemente ausschließlich aus Plastikmüll fertigen. Der könnte beispielsweise aus den Meeren kommen: Das Unternehmen nennt als einen möglichen Partner das niederländische Projekt The Ocean Cleanup. Dessen Ziel ist es, mit Hilfe eines riesigen Filters Plastikmüll aus dem Meer zu fischen. Pro Jahr werden mehrere Millionen Tonnen Plastikmüll in die Meere entsorgt.

Derzeit seien die Plastic Roads nur ein Konzept, sagt das Unternehmen. Allerdings hat die Stadt Rotterdam bereits Interesse an den neuartigen Straßen angemeldet und angeboten, ein Testgelände zur Verfügung zu stellen.

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