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Primaten-Forschung Warum es sich nicht lohnt, der Boss zu sein

Alpha-Männchen bei Pavianen haben viele Privilegien. Doch neuen Erkennissen zufolge bezahlen sie dafür einen hohen Preis: viel Stress. Damit ähneln sie einer ganz anderen Gruppe innerhalb der Paviane.
15.07.2011 - 08:18 Uhr Kommentieren
Zwei männliche Paviane streiten sich im kenianischen Amboseli-Nationalpark.  Der oberste Boss einer Paviangruppe hat offenbar mehr Stress als bislang angenommen. Quelle: dpa

Zwei männliche Paviane streiten sich im kenianischen Amboseli-Nationalpark. Der oberste Boss einer Paviangruppe hat offenbar mehr Stress als bislang angenommen.

(Foto: dpa)

Washington Der oberste Boss einer Paviangruppe hat mehr Stress als bislang angenommen. Das geht aus einer Studie amerikanischer Wissenschaftler hervor. Sie haben die Konzentration von Testosteron und weiteren Stresshormonen bei freilebenden Pavianen im kenianischen Amboseli-Nationalpark gemessen. Es stellte sich heraus, dass Alpha-Männchen mehr Stress haben als die Vize-Chefs der Gruppe. Erstaunlicherweise ähneln sie damit sehr ihren rangniederen Artgenossen, wie die Forscher im Journal „Science“ berichten.

Chef zu sein, hat viele Vorteile. In Primatengruppen etwa kommen die ranghöheren Tiere leichter an Futter und haben bei der Paarung den Vortritt vor den Männchen niederen Rangs. Doch diese Position hat ihren Preis. So muss ein Alpha-Männchen stets seine Stellung verteidigen und sich gegen aufstrebende rangniedere Tiere behaupten. Das kostet Energie und bedeutet Stress.

Im Körper lösen solche Stresssituationen eine Kette von hormonellen Reaktionen aus. Eine entscheidende Rolle spielen dabei Glukokortikoide, die von der Nebennierenrinde als sogenannte Stresshormone gebildet werden. Mit ihrer Hilfe mobilisiert der Organismus die notwendige Energie, um den Stress zu bewältigen. Zu viel davon ist allerdings schädlich und kann krank machen.

Die Wissenschaftler um Laurence Gesquiere von der Universität von Princeton gehen davon aus, dass das Verhältnis zwischen sozialem Rang und der Konzentration der Stresshormone davon abhängt, wie stabil die soziale Hierarchie ist. Sie wollten herausfinden, ob die Anführer der Gruppe in Krisenzeiten mehr von diesen Hormonen bilden als ihre Artgenossen.

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