Rätselhafte Supernova Heller als 500 Milliarden Sonnen

Riesensterne beenden ihr Dasein in einer gewaltigen Explosion, einer Supernova. Die Explosion, von der Astronomen jetzt berichten, übertrifft jedoch alles, was bislang beobachtet wurde. Und sie gibt viele Rätsel auf.
Die Illustration zeigt einen Magnetar (blau) im Zentrum einer Supernova. Magnetare mit ihren extrem starken Magnetfeldern gelten als ein möglicher Auslöser von sehr hellen Supernovae. Quelle: AFP
Magnetar

Die Illustration zeigt einen Magnetar (blau) im Zentrum einer Supernova. Magnetare mit ihren extrem starken Magnetfeldern gelten als ein möglicher Auslöser von sehr hellen Supernovae.

(Foto: AFP)

Peking/WashingtonEin internationales Forscherteam hat die hellste Sternexplosion beobachtet, die je aufgezeichnet worden ist. Die sogenannte Supernova mit der Katalognummer ASASSN-15lh erstrahlte so hell wie 570 Milliarden Sonnen und übertraf damit den bisherigen Rekordhalter um mehr als das Doppelte, wie Astronomen um Subo Dong von der Universität Peking im Fachblatt Science berichten.

Supernovae gehören zu den gewaltigsten Explosionen im Universum. Mit ihnen beenden Riesensterne ihre Existenz und schleudern dabei große Mengen Materie ins All hinaus. Es gibt jedoch auch andere Ursachen für die kosmischen Explosionen.

Sonnenfinsternis auf Eis
Gesamtsieger: Sonnenfinsternis über Sassendalen
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Die Sonnenfinsternis vom 20. März 2015 beobachtete der französischen Fotograf Luc Jamet in Sassendalen auf Spitzbergen, wo damals noch tiefster Winter herrschte. Mit diesem eindrucksvollen Bild des Himmelsphänomens gewann Jamet nicht nur den ersten Preis in der Kategorie Skyscapes, die Jury kürte das Foto auch zum Gesamtsieger des Wettbewerbs.

Die folgende Auswahl zeigt - mit freundlicher Unterstützung durch das Royal Observatory Greenwich - sämtliche Sieger sowie weitere eindrucksvolle Fotos aus dem Wettbewerb. (Foto: Luc Jamet)

Flusslandschaft mit Polarlichtern
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Dem Norweger Arild Heitmann gelang dieses Bild einer von Polarlichtern erleuchteten Flusslandschaft, mit dem er sich in der Kategorie Aurorae bewarb. (Foto: Arild Heitmann)

Sieger Kategorie Aurorae
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Sieger in dieser Kategorie wurde der Australier Jamen Percy mit diesem Foto eines Polarlichts über einem verschneiten Berg in Schweden. Links oben sind die Fußspuren des Fotografen als dunkles Band im Schnee erkennbar. (Foto: Jamen Percy)

Zweiter Platz Kategorie Aurorae
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Das Farbenspiel der Polarlichter kommt auch in diesem Bild von Kolbein Svensson gut zur Geltung. Kurz nach Mitternacht machte er diese Aufnahme eines Nachthimmels in Norwegen. (Foto: Kolbein Svensson)

Sieger Kategorie Our Moon
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Eine eigene Kategorie im Wettbewerb war dem Erdtrabanten gewidmet. Sieger wurde der Ungar András Papp mit diesem Schnappschuss. (Foto: András Papp)

Blutmond
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Blutrot zeigt sich der Mond auf diesem Bild des Australiers Phil Hart, das es in die engere Auswahl für den Siegespreis schaffte. (Foto: Phil Hart)

Sieger Kategorie Our Sun
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Neben dem Mond durfte natürlich auch die Sonne nicht fehlen. Sieger in dieser Kategorie wurde der Italiener Paolo Porcellana. Sein Bild zeigt eine Sonneneruption, die sich 700.000 Kilometer weit ins All erstreckte. (Foto: Paolo Porcellana)

Eine Supernova-Explosion kann so hell leuchten wie eine ganze Galaxie. ASASSN-15lh strahlte jedoch noch 20-mal heller als unserer Heimatgalaxie, die Milchstraße. „ASASSN-15lh ist die gewaltigste Supernova, die in der Menschheitsgeschichte entdeckt worden ist“, betonte Dong. „Der Explosionsmechanismus und ihre Energiequelle bleiben geheimnisumwoben, denn alle bekannten Theorien stoßen an ihre Grenzen bei der Erklärung der immensen Energiemenge, die ASASSN-15lh abgestrahlt hat.“

Wegen der enormen Helligkeit rechnen die Forscher die Rekord-Explosion zur Klasse der überhellen Supernovae. Allerdings überstrahlte ASASSN-15lh auch die bislang hellste derartige Supernova um mehr als das Doppelte. Wegen ihrer enormen Entfernung von 3,8 Milliarden Lichtjahren war sie dennoch nicht besonders auffällig am Nachthimmel, als sie von einem automatischen Teleskopsystem im Juni 2015 aufgezeichnet wurde.

Erst mit Spektraluntersuchungen am Großen Südafrikanischen Teleskop Salt (South African Large Telescope) bestätigte sich die große Entfernung und damit extreme Helligkeit der Explosion. „Als ich die Spektralsignaturen von Salt sah und mir klar wurde, dass wir die bislang gewaltigste Supernova entdeckten hatten, war ich den Rest der Nacht zu aufgeregt zum Schlafen“, erinnert sich Dong.

Heller und heißer
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