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Raumfahrt China startet erste eigene Mars-Mission

China hat erstmals eine komplett eigene Raumfahrt-Mission zum Mars gestartet. Der Landeroboter soll den Planeten 90 Tage lang erkunden.
23.07.2020 - 13:16 Uhr Kommentieren
Die Trägerrakete namens „Langer Marsch 5“ hob am Donnerstag um 12.41 Uhr (Ortszeit, 06.41 Uhr MESZ) mit der Sonde vom Raumfahrtzentrum Wenchang in der im Süden gelegenen Inselprovinz Hainan ab. Quelle: AFP
Start der Trägerrakete

Die Trägerrakete namens „Langer Marsch 5“ hob am Donnerstag um 12.41 Uhr (Ortszeit, 06.41 Uhr MESZ) mit der Sonde vom Raumfahrtzentrum Wenchang in der im Süden gelegenen Inselprovinz Hainan ab.

(Foto: AFP)

Wenchang China hat eine Sonde zum Mars auf den Weg gebracht und damit seinen ersten unabhängigen Raumfahrteinsatz zu einem anderen Planeten gestartet. Die Volksrepublik strebt damit eine Führungsrolle in der Raumfahrt an und will mit der Mars-Mission ihre technologischen Fähigkeiten und Ambitionen unter Beweis stellen.

Die Sonde soll den Nachbarplaneten der Erde im Februar erreichen und auch einen Landeroboter auf die Oberfläche bringen, um unter anderem nach Wasser und Spuren möglichen früheren Lebens zu suchen. Im Erfolgsfall wäre China das erste Land, das bei seiner ersten Raumfahrt zum Mars den Roten Planeten umkreist, landet und einen Rover einsetzt.

Die Trägerrakete namens „Langer Marsch 5“ hob am Donnerstag um 12.41 Uhr (Ortszeit, 06.41 Uhr MESZ) mit der Sonde vom Raumfahrtzentrum Wenchang in der im Süden gelegenen Inselprovinz Hainan ab. Es ist die größte Trägerrakete, über die China verfügt. Die Sonde soll den Mars zunächst etwa zweieinhalb Monate lang umkreisen und nach einer Gelegenheit suchen, in seine Atmosphäre einzutreten und eine weiche Landung zu ermöglichen. Ihr Name Tianwen-1 oder „Fragen an den Himmel“ ist an ein antikes chinesische Gedicht angelehnt.

Der Anflug auf den Mars gilt allerdings als besonders schwierig. „Wenn man in der Nähe des Mars ankommt, ist es sehr wichtig, die Geschwindigkeit zu verlangsamen“, sagte der Sprecher des Einsatzes, Liu Tongjie. Wenn der Abbremsvorgang nicht richtig verlaufe oder die Flugpräzision nicht ausreiche, werde die Sonde nicht von der Schwerkraft des Mars erfasst, die das Raumschiff zur Überfläche bringen solle. „Eintreten, Abbremsen und Landen ist ein sehr schwieriger Prozess.“

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    Der Landeroboter soll den Planeten 90 Tage lang erkunden. China hatte bereits 2011 zusammen mit Russland einen Mars-Einsatz gestartet. Aber die russische Trägerrakete konnte die Erdumlaufbahn nicht verlassen und zerbrach über dem Pazifischen Ozean.

    Zuletzt gab es acht aktive Mars-Raumfahrteinsätze, einige in der Umlaufbahn und andere auf der Oberfläche des Planeten. Der Tianwen-1-Start ist bereits der zweite Mars-Flug in dieser Woche: Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am Montag mit japanischer Hilfe eine Sonde auf den rund sieben Monate langen Weg gebracht, die die Atmosphäre des Planeten untersuchen soll. Es ist die erste Mars-Raumfahrt eines arabischen Landes.

    Die USA wollen in den kommenden Monaten ebenfalls eine Sonde entsenden, die einen Rover namens „Perseverance“ zum Mars bringen soll. Es ist das größte, schwerste und modernste Landefahrzeug, das von der NASA bislang zum Roten Planeten geschickt wird. Die Pläne für einen gemeinsamen Mars-Flug der EU und Russlands wurden wegen der Coronavirus-Pandemie und technischer Probleme um zwei Jahre verschoben.

    Mehr: Warum jetzt auch die Emirate zum Mars wollen

    • rtr
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