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Raumfahrt China stellt Rover für den Mond vor

China will bis Ende des Jahres einen Rover auf die abgewandte Seite des Erdtrabanten bringen. Jetzt wurde das Fahrzeug in den Staatsmedien vorgestellt.
16.08.2018 - 11:02 Uhr Kommentieren
Chinesische Medien haben eine Animationen des Landeroboters gezeigt, der die dunkle Seite des Mondes erkunden soll. Quelle: imago/Xinhua
Chinas Mondrover

Chinesische Medien haben eine Animationen des Landeroboters gezeigt, der die dunkle Seite des Mondes erkunden soll.

(Foto: imago/Xinhua)

Peking China treibt seine Pläne voran, als erste Raumfahrtnation auf der Rückseite des Mondes zu landen: Erstmals zeigten Staatsmedien am Donnerstag Animationen des noch unbenannten Landeroboters, der Ende des Jahres zum Erdtrabanten aufbrechen soll.

Das Fahrzeug verfügt demnach über sechs Räder, zwei Solarmodule und zahlreiche Kameras, mit denen es die Oberfläche untersuchen soll. „Der Rover ist der leichteste seiner Art auf der Welt. Er wiegt nur 140 Kilogramm, während seine Vorgänger viel schwerer waren“, zitierte die staatliche Zeitung „China Daily“ Wu Weiren, den Chefingenieur des chinesischen Mondprogramms.

Das Roboterfahrzeug sei eine Weiterentwicklung des ersten chinesischen Mond-Rovers Jadehase, der Ende 2013 auf dem Erdtrabanten gelandet war. Das neue Fahrzeug sei auch mit einem fortschrittlichen Radar ausgestattet, mit dessen Hilfe der erste geologische Querschnitt der fernen Seite des Mondes erstellt werden soll.

Diese Bilder schickt Chinas Mondfahrzeug
ROVER YUTU ON MOON
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Am 1. Dezember war die Trägerragete CZ-3B im Südwesten Chinas gestartet. Mit an Bord: der ferngesteuerter Rover Yutu zur Erkundung der Mondoberfläche.

(Foto: dpa)
huGO-BildID: 34301675 This photograph taken off the screen at the Beijing Space Centre shows the moon surface transmitted to earth by Chang'e-3
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Dieses Bild von der Mondoberfläche entstand kurz vor der Landung des Moduls „Chang'e“. Nach den USA und Russland ist China das dritte Land, dass die Mondoberfläche auf diese Weise erkundet.

(Foto: AFP)
huGO-BildID: 34311001 RETRANSMISSION OF LON851 FOR IMPROVED QUALITY - In this image made off the screen at the Beijing Aerospace Control Center in Be
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Zwölf Tage nach dem Start setzte das Landemodul am 14. Dezember auf der Mondoberfläche auf. Mittlerweile ist der Rover Yunu entladen und hat die ersten neun Meter auf der Oberfläche zurückgelegt – mit einer Kamera knipste das Gefährt dieses Foto von der Fähre.

(Foto: ap)
huGO-BildID: 34301676 Photo taken on November 5, 2013 shows details of a model of a lunar rover known as The Yutu, or Jade Rabbit on display at the C
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Ein Modell von „Yutu“, dem „Jade-Hasen“. Seine erste Mission am Sonntag: eine kurze Fahrt auf der Mondoberfläche, dann gegenseitige Fotoaufnahmen mit dem Landemodul.

(Foto: AFP)
huGO-BildID: 34316019 This image taken from video, shows China's first moon rover touching the lunar surface and leaving deep traces on its loos
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Etwa eine Minute schossen Yutu und Chang'e gegenseitig voneinander Fotos. Diese Aufnahme entstammt aber einem Live-Video, das im Raumfahrtzentrum in Peking übertragen wurde. Denn für das offizielle Foto musste der Jadehase erste seine Schokoladenseite zeigen ...

(Foto: ap)
huGO-BildID: 34317014 In this image taken by the on-board camera of the lunar probe Chang'e-3 and made off the screen of the Beijing Aerospace C
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... denn nur auf einer Seite schmückt die chinesische Fahne das Gefährt. Das Roboterfahrzeug wiegt 300 Pfund. Sein Auftrag: Die Geologie des Monds untersuchen. Dazu sind verschiedene Messinstrumente an Bord. Strom bezieht „Yutu“ unter anderem über Solarzellensegel.

(Foto: ap)
huGO-BildID: 34316022 This Saturday Dec. 14, 2013 photo released by China's Xinhua News Agency, shows a picture of the moon surface taken by the
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Ein von der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlichtest Bild ist eine Aufnahme, die von der Landefähre aus gemacht wurde. Es zeigt die karge Mondoberfläche. Zuvor war die erste „sanfte Landung“ seit 1976 auf dem Mond geglückt.

(Foto: ap)

Menschen in aller Welt wurden dazu aufgerufen, einen Namen für das chinesische Mond-Gefährt vorzuschlagen. Der Rover soll mit dem Landemodul „Chang'e 4“ im Aitken-Krater nahe dem Südpol des Mondes aufsetzen, der 1970 nach dem amerikanischen Astronomen Robert Grant Aitken benannt wurde.

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    Für die erste unbemannte Landung auf der Mond-Rückseite hatte China bereits im Mai einen Satelliten ins All gebracht, der im Funkschatten der erdabgewandten Seite des Mondes als Relais-Station für die Kommunikation zur Erde dienen soll.

    Während andere Nationen ihre Raumfahrtprogramme kürzen, verfolgt China ehrgeizige Pläne im All. So ist nicht nur der Bau einer eigenen Raumstation geplant, sondern auch eine weitere Erkundung des Mondes. Nach der Landung auf der Rückseite des Mondes ist voraussichtlich im nächsten Jahr eine Mission geplant, bei der auch Gestein zur Erde zurückgebracht werden soll.

    Das chinesische Vorhaben würde dann genau 50 Jahre nach der ersten bemannten Mondlandung durch die USA erfolgen, als Neil Armstrong am 21. Juli 1969 als erster Mensch die Oberfläche des Erdtrabanten betrat. Nach den chinesischen Plänen soll bis 2030 erstmals ein Chinese auf dem Mond landen.

    • dpa
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