Raumfahrt Die Nasa sucht wieder Astronauten

Die Nasa sucht Nachwuchs für ihr Astronautenteam. Zwar dürften die Raumfahrer dieser Auswahlrunde wohl noch nicht selbst zum Mars fliegen, trotzdem wird der Rote Planet bei ihrer Arbeit eine wichtige Rolle spielen.
Wer für die Nasa ins All fliegen will, muss ein anspruchsvolles Auswahlverfahren bestehen. Quelle: ap
US-Astronauten im All

Wer für die Nasa ins All fliegen will, muss ein anspruchsvolles Auswahlverfahren bestehen.

(Foto: ap)

Houston„Weitere und längere Reisen“ gehören zur Jobbeschreibung. Und Höhenangst sollten die Bewerber auch nicht haben. Die US-Weltraumbehörde Nasa sucht derzeit nach neuen Astronauten – zum ersten Mal wieder seit 2011. Damals hatten sich mehr als 6100 Weltraumbegeisterte auf acht Kandidatenplätze beworben.

Wie hoch die Nachfrage dieses Mal ist und wie viele Astronauten letztlich ausgebildet werden, darüber hüllt sich die Nasa noch in Schweigen. Klar ist jedoch: Wer den oft seit Kindertagen gehegten Wunsch verwirklichen will, muss ein vielstufiges, mehr als ein Jahr dauerndes Auswahlverfahren bestehen.

Wie Astro-Alex den Weltraum erlebte
International Space Station crew landing in northern Kazakhstan
1 von 15

Erschöpft, aber glücklich: Nach über fünf Monaten im All landete Esa-Astronaut Alexander Gerst in der früheren Sowjetrepublik Kasachstan in Zentralasien.

huGO-BildID: 40202504 Ground personnel help on November 10, 2014 International Space Station (ISS) crew member Alexander Gerst of Germany exit the So
2 von 15

Vorsichtig hoben Helfer den nach der langen Schwerelosigkeit geschwächten Deutschen aus der Sojus-Kapsel...

The Soyuz TMA-13M spaceship landing in Kazakhstan
3 von 15

...dann folgte die traditionelle kasachische Begrüßungszeremonie für Gerst (l.) und seine ISS-Kollegen Maxim Surajew (M.) und Reid Wiseman.

Alexander Gerst
4 von 15

Für 165 Tage war der Weltraum sein Zuhause. Alexander Gerst -hier in der Aussichtskuppel der ISS - nutzte seine Zeit auf der Raumstation, um immer wieder spektakuläre Bilder aus dem All zur Erde zu schicken.

Blick des Astronauten Gerst auf die Erde
5 von 15

So wie diese Aufnahme von Polarlichtern. Die prächtigen Farbenspiele entstehen, wenn geladene Teilchen des Sonnenwindes...

Blick des Astronauten Gerst auf die Erde
6 von 15

...auf die Erdatmosphäre treffen. Gerst beobachtete das Phänomen aus rund 400 Kilometern Höhe. Bei dieser Aufnahme schob sich der Roboterarm der Station ins Bild.

ISS view Hurricane Gonzalo
7 von 15

Wetterphänomene gehörten zu den häufigsten Bildmotiven des deutschen Astronauten. Hier fing er den Hurrikan Gonzalo ein, der im Oktober unter anderem die Bermuda-Inseln heimsuchte.

Unter dem Hashtag #BeAnAstronaut im Internet verbreitet, hat die Nasa-Ausschreibung sofort Wellen geschlagen: Stolz posten seitdem nicht nur Grundschüler ihre Bewerbungsessays, sondern auch erwachsene Aspiranten die Eingangsbestätigung ihrer Bewerbung. Auch Quereinsteiger wie der Förster Ben Lockwood versuchen ihr Glück und bewerben sich: „Fühlt sich eher unwahrscheinlich an, aber warum nicht“ twittert er unter #SendAForesterToSpace.

Dabei ist selbst die Auswahl noch keine Garantie dafür, tatsächlich in den Orbit zu fliegen. Denn das zweijährige Astronautentraining im Johnson Space Center in Houston (Texas) hält noch viele Herausforderungen mit Blick auf körperliche Fitness sowie soziale und intellektuelle Belastbarkeit bereit. Sind diese jedoch gemeistert, dann steht den Kandidaten die Möglichkeit offen, weit in den Weltraum vorzudringen.

Nasa-Direktor Charles Bolden, selbst ein ehemaliger Astronaut, betonte in einem Radiointerview mit „ScienceFriday“, diese Astronauten sollten unter anderem den Weg zum Roten Planeten ebnen. Neben Einsätzen auf der Internationalen Raumstation ISS werden sie voraussichtlich unter den ersten sein, die mit den beiden derzeit in Entwicklung befindlichen kommerziellen Raumtransportern ins All fliegen.

„Und ihr nächster Stop wird dann die Orion sein“, sagte Bolden. Dieses bemannte Nasa-Raumschiff soll, mit einer Rakete vom Kennedy Space Center in Florida aus ins Weltall gebracht, bis in Mondnähe und später, voraussichtlich in den 2030er Jahren, auch zum Mars fliegen. „Sie werden diejenigen sein, die all die Dinge entwickeln, die wir benötigen, um vielleicht schon die Klasse nach ihnen zum Mars zu schicken.“

Bewerber sollten in einen Raumanzug passen
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%