Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Raumfahrt Wind-Satellit Aeolus gestartet

Der europäische Satellit Aeolus ist ins All gestartet. Er soll durch Windbeobachtung aus dem Weltraum die Wettervorhersage verbessern.
23.08.2018 - 09:42 Uhr Kommentieren
Eine Vega-Trägerrakete hat den Esa-Satelliten Aeolus ins All gebracht. Quelle: dpa
Start geglückt

Eine Vega-Trägerrakete hat den Esa-Satelliten Aeolus ins All gebracht.

(Foto: dpa)

Berlin Der Erdbeobachtungssatellit Aeolus ist vom Weltraumbahnhof Kourou ins All gestartet. Eine Vega-Rakete brachte den Satelliten der Europäischen Raumfahrtagentur Esa am späten Mittwochabend vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus ins All. Etwa eine Stunde später sendete Aeolus das erste Signal zur Erde, wie der Leiter des Esa-Missionsbetriebs im Raumflugkontrollzentrum ESOC, Paolo Ferri, in Darmstadt bestätigte.

„Es herrscht große Erleichterung“, sagte Ferri. In den letzten Sekunden vor Empfang des Signals sei die Stimmung noch sehr angespannt gewesen, niemand im Kontrollraum habe ein Wort gesagt. „Diese Sekunden waren unendlich lang.“ Doch letztlich sei der Satellit offenbar intakt geblieben.

Der nach dem antiken Gott der Winde benannte Satellit wird nach Einschätzung von Fachleuten die Wettervorhersage deutlich voranbringen, in dem er mit Hilfe komplizierter Lasertechnik ganz neue Windprofile liefert. Aeolus soll mit Hilfe des Messgeräts Aladin erstmals die Windgeschwindigkeit rund um den Globus von 30 Kilometern Höhe bis zum Boden sowie über mächtigen Wolken messen.

Satellit Sentinel-3B schickt erste Bilder zur Erde
Erste Bilder von Sentinel-3B
1 von 6

Der neue Sentinel-3B-Satellit hat erste Aufnahmen der Erdoberfläche gesendet. Zu den Bildern, die von der europäischen Raumfahrtagentur ESA am Mittwoch veröffentlicht wurden, zählt diese fast wolkenlose Ansicht von Nordeuropa. (Foto: Esa)

Eisstrudel im Meer
2 von 6

Auf dieser Ansicht von Grönland sind Eisstrudel im Meer erkennbar. (Foto: Esa)

Sonnenuntergang in der Antarktis
3 von 6

Auch dieses Bild eines Sonnenuntergangs in der Antarktis stammt von Sentinel-3b. (Foto: Esa)

Start von Sentinel-3B
4 von 6

Der 1,5 Tonnen schwere Satellit war vor etwa zwei Wochen von Russland aus ins All geschossen worden. Er ergänzt den Satelliten Sentinel-3A und gehört zum europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus.

(Foto: dpa)
Erderkundung aus dem All
5 von 6

Das Satellitenpaar misst unter anderem Veränderungen der Erdoberfläche und der Ozeane. Beispielsweise erfassen sie die Farbe des Meeres, was Rückschlüsse auf die Sättigung mit Sauerstoff oder auf die Biomasse im Wasser zulässt. Auch die Dicke von Meereis können die Satelliten messen.

(Foto: AFP)
Sentinal-3B vor dem Start
6 von 6

Über Land wird aus dem All erfasst, wie dicht oder ausgedünnt die Vegetation ist. Bislang umkreisen die Satelliten die Erde mit einem Abstand von etwa 30 Sekunden, wie die ESA mitteilte. Auf Dauer soll die Entfernung zwischen beiden aber größer werden.

(Foto: dpa)

Es gibt zwar bereits zahlreiche Daten über Winde. Doch auf der Südhalbkugel, über den Ozeanen, den Tropen und oberhalb von zehn Kilometern Höhe ist das Netz der Messstellen sehr dünn.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Folge kann nach Expertenangaben sein, dass ein Sturm in Europa völlig unterschätzt wird, weil die Daten für die Vorhersage fehlen. Der Deutsche Wetterdienst und andere europäische Wetterdienste werden voraussichtlich innerhalb des ersten Jahres nach dem Start die Daten von Aeolus in ihren Vorhersage-Modellen berücksichtigen. Die Wetterprognosen sollen so genauer werden.

    Rund 15 Jahre hat die Vorbereitung der „technisch höchst komplizierten und anspruchsvollen wissenschaftlichen Mission“ gedauert, heißt es bei der ESA. Der mehr als 300 Millionen Euro teure Satellit sei „extrem fragil“, die Technik hoch kompliziert und sehr empfindlich. Die Mission wird vom ESA-Raumflugkontrollzentraum ESOC in Darmstadt gesteuert und überwacht.

    Aeolus wird die Erde in einer Höhe von nur 320 Kilometern umkreisen. Weil Luftwiderstand und Reibung die Sonde in dieser Höhe bremsen und in den Sinkflug schicken, sind permanente Manöver und Korrekturen der Flugbahn notwendig. Nach vier Jahren im All dürfte der Treibstoff aufgebraucht sein, dann wird der Satellit in der Erdatmosphäre verglühen. 

    • tt
    • dpa
    Startseite
    0 Kommentare zu "Raumfahrt: Wind-Satellit Aeolus gestartet"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%