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Raumfahrtschau in London Die Kronjuwelen der russischen Raumfahrt

Im Science Museum in London wird die Geschichte des Wettlaufs im Weltall zwischen den USA und der früheren Sowjetunion neu erzählt. Dabei liegt diesmal der Fokus auf den Erfolgen der russischen Raumfahrt.
20.09.2015 - 13:05 Uhr
Der Raumanzug und eine Militäruniform des ersten Menschen im All sind unter den Londoner Exponaten. Quelle: dpa
Kosmonaut Juri Gagarin

Der Raumanzug und eine Militäruniform des ersten Menschen im All sind unter den Londoner Exponaten.

(Foto: dpa)

London Walentina Tereschkowa, die erste Frau im All, träumt noch heute von ihrem legendären Weltraumflug vor 52 Jahren. Nichts würde sie lieber tun, als das bahnbrechende Experiment von 1963 noch einmal zu wiederholen, sagt die heute 78-jährige Ex-Kosmonautin. Sie war Ehrengast bei der Eröffnung einer neuen Ausstellung im Science Museum in London, die die Geschichte und Errungenschaften der ehemals sowjetischen Raumfahrt in den Mittelpunkt stellt.

Mit dem ehrgeizigen Projekt will das Museum eine Korrektur vornehmen: Zu lange hätten in der westlichen Darstellung die Erfolge der US-Raumfahrt im Vordergrund gestanden, während die sowjetische und später russische Raumfahrtgeschichte vernachlässigt worden sei.

Wo Russlands Raumfahrtstolz verrottet
Raumfähre Buran
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Sie war die sowjetische Antwort auf die Spaceshuttles der Nasa. Doch anders als ihr US-Gegenstück kam die russische Raumfähre Buran bis auf einen einzigen Testflug nie zum Einsatz. 1993 wurde das Raumfährenprogramm offiziell eingestellt. Seither verrottet der einstige Stolz der russischen Raumfahrt in  einer riesigen Halle auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan.

(Foto: Ralph Mirebs)
Vom Himmel abgeschnitten
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Vor mehr als zwei Jahrzehnten schlossen sich die schweren Schiebetüren der Halle das letzte Mal hinter zwei der Raumfahrzeuge.

(Foto: Ralph Mirebs)
Zwei Modelle
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Bei den beiden Raumfähren handelt es sich um ein flugfähiges Modell sowie eine Attrappe für Startsimulationen.

(Foto: Ralph Mirebs)
Letzte Ruhestätte
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Der Ort, von dem aus die Raumfähren ihren Weg ins All antreten sollten, ist jetzt ihr Sarg geworden. Die Anlage gehört zu den größten Gebäuden in Baikonur. 132 Meter  lang und 62 Meter hoch. Die Tore sind 42 mal 36 Meter groß, damit die Raumfähren auf ihrem Transportträger passieren konnten.

(Foto: Ralph Mirebs)
Anlage aus Spezialstahl
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Unterstützende Strukturen der Anlage sind  aus Spezialstahl und mussten dem Druck der Stoßwelle widerstehen, falls eine der schweren Trägerraketen am nahegelegenen Startplatz explodieren sollte.

(Foto: Ralph Mirebs)
Kräne unter der Decke
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Unter der Decke bewegten sich an Querträgern Kräne mit  einer Tragkraft von 400 Tonnen.

(Foto: Ralph Mirebs)
Schlechter Zustand
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Die Jahre sind an den Raumschiffen nicht spurlos vorübergegangen, ihr aktueller Zustand ist bedauernswert. Ein Teil der Wärmeschutzplatten ist abgefallen, Kabinenfenster sind zerbrochen

(Foto: Ralph Mirebs)

Museumsdirektor Ian Blatchford ist es in fünfjährigen Verhandlungen gelungen, rund 150 Exponate aus russischen Museen, Institutionen und privaten Familienarchiven nach London zu bringen. Viele sind erstmals in der Öffentlichkeit zu sehen.

„Es war nicht immer einfach, denn diese Objekte sind mit Emotionen beladen, sie sind für die Russen wie Kronjuwelen“, sagte Blatchford zur Eröffnung der Ausstellung Cosmonauts: Birth of the Space Age. „Aber das lange Warten hat sich gelohnt.“

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    Die Phalanx von Raumschiffen, Raketentriebwerken, Satelliten und gigantischen Landegeräten, mit denen Besucher in die Welt der Kosmonauten eintauchen können, ist beeindruckend. Sputnik-Satelliten, Sojus-Raumkapseln und Ausstattungen für die Weltraumstation Mir sind zu sehen.

    An der Kapsel Wostok 6, mit der Kosmonautin Tereschkowa ihren Raumflug unternahm, sind noch die Hitzeschäden zu erkennen, die an ihren beinahe missglückten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre erinnern. Das 2,6 Tonnen schwere Gerät hat im Herzen der Kosmonautin einen besonderen Platz. „Jedes Mal, wenn ich an ihm vorbeigehe, streichele ich ihn und sage, ‚Du bist mein bester Freund‘“, verriet sie.

    Suppe aus der Tube
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