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Raumsonde Rosetta Kometen-Landung im Labor

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Philae ist dem Untergang geweiht
Was den Land auf der Oberfläche des Kometen erwartet, können die Wissenschaftler nur vermuten. Quelle: dpa

Was den Land auf der Oberfläche des Kometen erwartet, können die Wissenschaftler nur vermuten.

(Foto: dpa)

Ursprünglich sollte Rosetta zu einem anderen Kometen fliegen. Doch wegen technischer Probleme konnte die Trägerrakete zum geplanten Zeitpunkt nicht starten. Als die Schwierigkeiten behoben waren, war das Ziel schon außer Reichweite. Die Wahl fiel dann auf „67P“, der aber größer ist und mehr Schwerkraft besitzt. „Er zieht den Lander stärker an, das heißt die Landegeschwindigkeit ist höher“, erläutert Schröders Kollege Lars Witte.

Die Landung abfedern soll ein Dämpfer zwischen den drei Beinen von Philae. Setzt der Lander aber zu schnell auf, könnte der Körper mit der hochsensiblen Messtechnik mit voller Wucht auf die Beine schlagen. Deshalb haben die Konstrukteure nachträglich eine Klammer eingebaut, die aber einen Nachteil mit sich bringt: „Es besteht die Gefahr, dass der Lander beim Aufsetzen umkippt“, sagt Witte.

Vor dem Abflug hatten die Experten zwar schon getestet, ob Philae das meistern kann - aber nicht so eingehend wie jetzt. Denn eine Anlage wie die in Bremen - die nach DLR-Angaben europaweit einzigartig ist - gab es damals noch nicht.

Immer wieder haben Schröder und Witte das nachgebaute Raumfahrzeug in den vergangenen Wochen landen lassen - senkrecht und in schrägem Winkel. „Bisher sieht es ganz gut aus“, meint Witte. Genaues wird aber erst die Auswertung der Daten geben, die Sensoren am Roboterarm und an der Landeeinheit über einen dicken Kabelstrang an einen Computer liefern. Mit ihnen können die beiden Ingenieure am PC dann auch Landeszenarien simulieren, die in der Anlage nicht möglich sind.

Im Mai 2014 soll Rosetta den Kometen erreichen und zunächst mit ihrer Kamera gründlich kartographieren, um einen geeigneten Landeplatz zu finden. Die Bremer Tests sollen dem Missionsteam helfen, den Anflug genau zu planen und falls nötig die Software der Sonde anzupassen.

Egal wie die Landung ausgeht, fest steht schon jetzt: Philae ist dem Untergang geweiht. Am Ende der Mission wird die Landeeinheit entweder den Hitzetod sterben oder ins All hinausgerissen werden. Denn der Komet nähert sich immer mehr der Sonne.

  • dpa
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