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Regensburg-Parasit bei Fruchtfliegen entdeckt

Der Name der Stadt Regensburg wird in Zukunft in aller Welt auch mit einem eher unbeliebten Lebewesen verbunden sein. Biologen der Regensburger Universität entdeckten bei ihren Forschungen an Fruchtfliegen eine neue Parasitenart und nannten diese nach ihrer Heimatstadt.

dpa REGENSBURG. Der Name der Stadt Regensburg wird in Zukunft in aller Welt auch mit einem eher unbeliebten Lebewesen verbunden sein. Biologen der Regensburger Universität entdeckten bei ihren Forschungen an Fruchtfliegen eine neue Parasitenart und nannten diese nach ihrer Heimatstadt.

In Anlehnung an den lateinischen Namen für Regensburg, Ratisbona, heißen die Einzeller „Tubulinosema ratisbonensis“, teilte die Hochschule mit.

Die Wissenschaftler werden im Märzheft der internationalen Fachzeitschrift „Journal of Eukaryotic Microbiology“ erstmals über den Regensburg-Parasiten berichten. Es handelt sich dabei um einen Erreger aus der Gruppe der Mikrosporidien. Diese Parasiten können Tiere befallen und gelegentlich auch bei Menschen Krankheiten verursachen. Wie andere Mikrosporidien kann auch der neu entdeckte Parasit einen im Verhältnis zur Körpergröße langen Faden herausschleudern und sich damit in Wirtszellen hineinbohren.

Der Regensburg-Parasit stellt nach bisherigen Erkenntnissen eine völlig neue Gattung dar und ist auch in keine bisher bekannte Familie einzuordnen. Durch Austausch mit anderen Laboren in Europa und den USA, in denen auch mit Fruchtfliegen geforscht wird, wollen die Regensburger Experten nun herausfinden, ob „Tubulinosema ratisbonensis“ auch noch in anderen Teilen der Erde gesichtet worden ist.

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