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Riskanter Weltraumeinsatz Robinsons Weltraum-Abenteuer erfolgreich

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Ein Bild eines der überstehenden Füllstreifen, welche Robinson entfernt hat. Foto: Nasa

Ein Bild eines der überstehenden Füllstreifen, welche Robinson entfernt hat. Foto: Nasa

Bei Fehlschlag weiterer Weltraumeinsatz geplant

Für den Fall eines Fehlschlags plante die Nasa einen weiteren Weltraumeinsatz, den vierten der am 26. Juli gestarteten Crew. Nach den Problemen mit den Füllstreifen machte den Technikern auch ein beschädigtes Teilstück in der Nähe des Fensters zu schaffen. Der Knick in dem Teil sei wahrscheinlich durch ein losgelöstes Schaumstoffteil beim Start entstanden, sagte der stellvertretende Programmdirektor Wayne Hale am Dienstag in Houston. Bis Donnerstag solle für das vorerst letzte Problem am Shuttle eine Lösung gefunden werden. Dagegen scheinen die Sorgen über mögliche Beschädigungen an den Flügelkanten der Raumfähre unbegründet.

Die Nasa hatte sich für die Behebung des Schadens am Hitzeschild entschieden, um jegliches Risiko bei der Rückkehr der Fähre zur Erde am kommenden Montag auszuschließen. Aerodynamiker befürchteten eine Überhitzung des Schutzschildes an den betreffenden Stellen.

Der deutsche Astronaut Thomas Reiter sah im Vorfeld die riskante Außenreparatur an der „Discovery“ mit Optimismus. „Die Astronauten im Orbit haben diese Außeneinsätze auf der Erde schon lange trainiert“, sagte Reiter im russischen Trainingszentrum für Kosmonauten bei Moskau, kurz bevor der Außeneinsatz beginnen sollte. Reiter bereitet sich in Moskau und Houston als erster Astronaut der Europäischen Raumfahrtagentur ESA auf einen Langzeitaufenthalt auf der ISS vor. Ein Starttermin steht wegen der Unklarheit über den Betrieb der US-Shuttles noch nicht fest.

Die russische Raumfahrtbehörde wird Reiter eventuell einen Platz beim Sojus-Flug zur Internationalen Raumstation ISS im Oktober einräumen. Roskosmos-Chef Anatoli Perminow sagte am Mittwoch in Moskau, darüber solle mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA bei der Moskauer Luftfahrtschau MKS Mitte August entschieden werden.

„Mit der Sojus im Oktober zu fliegen wäre aus meiner Sicht kein Problem“, sagte Reiter der dpa zu diesem Hoffnungsschimmer. Der ESA-Astronaut ist eigentlich auf dem US-Shuttle „Atlantis“ eingeplant, dessen Start jedoch wegen der aktuellen Probleme der Raumfähren in den Sternen steht. Der Deutsche bereitet sich im Trainingszentrum der russischen Kosmonauten, dem Sternenstädtchen bei Moskau, als erster Europäer auf einen ISS-Langzeiteinsatz vor.

Ob ein Flug mit der Sojus im Oktober „von den politischen Rahmenbedigungen möglich ist, kann ich nicht beurteilen“, sagte Reiter. Er sei aber für die bewährte russische Kapsel ausgebildet. „Vorteil eines Sojus-Fluges wäre, dass ich von Anfang an mit meiner Langzeitcrew zusammen wäre.“ Die Raumfähre „Discovery“ habe auf ihrem Flug genug Sauerstoff und Wasser zur ISS gebracht, so dass dort wieder drei Raumfahrer leben könnten, sagten ESA-Experten.

Zuversichtlich über die Reparatur an der Unterseite des Weltraum-Gefährts äußerten sich auch führende deutsche Astro-Physiker im ZDF-Morgenmagazin. „Die Stimmung wird gut sein, denn die Besatzung hat Gelegenheit, sich richtig zu bewähren“, sagte ESA-Astronaut Ulf Merbold. „Meine Einschätzung ist, dass man das in den Griff bekommen und am kommenden Montag sicher landen wird“, sagte auch der Leiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Prof. Sigmar Wittig, im ZDF.

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