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Robotik Putzender Roboter

Reisende am Berliner Hauptbahnhof erwartet eine neue Attraktion: Während sie auf den Zug warten, können sie einem Roboter beim Reinigen des riesigen Glasdachs zuschauen. Das "Filius Toni" getaufte Gefährt ist deutlich billiger und effektiver als sein menschliches Pendant.
  • Dieter Dürand
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Bei über 8 000 Scheiben, von denen keine der anderen gleicht, hat er fast immer zu tun. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) in Magdeburg haben das "Filius Toni" getaufte Gefährt im Auftrag der Bahn konstruiert. Über Schienen fährt der Roboter den Dachfirst entlang zu seinem Einsatzort und seilt sich dort mittels einer Winde von Scheibe zu Scheibe ab. Vier große Ballonräder und ein Allradantrieb helfen ihm über Hindernisse wie Schneefangrohre, Lüftungsklappen und Spannbögen hinweg. Wasser und Strom werden über eine elastische Leitung beziehungsweise ein Kabel zugeführt. Bürsten und Sprühdüsen entfernen Staub und Dreck - "deutlich billiger als ein Fensterputzer", hat IFF-Projektleiter Justus Hortig ausgerechnet.

Gesteuert wird der Reinigungswagen per Fernbedienung. Er putzt mehr als 150 Quadratmeter Fläche pro Stunde; sein menschlicher Pendant schafft bestenfalls 30 Quadratmeter. Voraussichtlich Ende des Monats wird "Filius Toni" den Dienst aufnehmen. Über einen Einsatz an weiteren Bahnhöfen hat die Bahn noch nicht entschieden. Das Fraunhofer-Institut sucht jetzt nach einem Vermarktungspartner für das Reinigungssystem. Seine Anschaffung lohnt sich laut Hortig für alle Glasdächer mit mehr als 10 000 Quadratmeter Fläche.

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