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Robotik Roboter springt im Explosionsschritt

Dieser Roboter ist explosiv: In seinem Inneren werden Sauerstoff und Butan gezündet, um ihm auf die Sprünge zu helfen. Hergestellt in einem speziellen 3D-Druck-Verfahren, soll er einmal fremde Planeten erkunden.
11.07.2015 - 15:12 Uhr Kommentieren
Die Kombination von weichen und starren Materialien ermöglicht dem Prototyp große Sprünge.
Roboter mit Explosionsantrieb

Die Kombination von weichen und starren Materialien ermöglicht dem Prototyp große Sprünge.

Berlin Ein Aufleuchten, ein leises Bang – und der Roboter springt. Auf diese Weise könnte er künftig auf fremden Himmelskörpern herumhüpfen. Hergestellt wurde der Roboter per 3D-Druck.

Ungewöhnlich wie seine Fortbewegung ist auch das Aussehen des Roboters – wie ein umgedrehter Suppenteller, um den herum drei ebenfalls umgedrehte Eierbecher angeordnet sind. Der Suppenteller ist der Antrieb des Roboters. Es ist eine Hohlkammer, in die Butan und Sauerstoffe geleitet und gezündet werden. Die Explosion dehnt die Kammer aus und katapultiert so den Roboter in die Luft – etwa 75 Zentimeter in die Höhe und 15 Zentimeter zur Seite.

Die drei kleineren Kegel sind die Füße des Roboters, die der Navigation dienen. Es sind ebenfalls Hohlkammern. Wird Luft in die Kammer geleitet, hebt sich der Roboter an dieser Seite. Indem ein oder zwei Beine aufgepumpt werden, kann die Richtung vorgegeben werden, in die der Roboter springt.

Die Steuerung sitzt auf dem Antriebsmodul. Dazu gehören ein kleiner Bordcomputer, eine Stromquelle mit Akku, ein Kompressor sowie Tanks für Sauerstoff und Butan. Darüber sitzt eine Art Überrollbügel, der die Komponenten schützen soll, wenn der Roboter falsch aufkommt.

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    Entwickelt wurde der Roboter von Forschern der Universität von Kalifornien in San Diego (University of California San Diego, UCSD) zusammen mit Kollegen von der Harvard-Universität um George Whitesides. Grundlage des Roboters sind zwei Roboter mit Explosionsantrieb, die die UCSD-Forscher um Michael Tolley im vergangenen Jahr sowie 2013 vorgestellt hatten.

    Die Arbeitsgruppe von Whitesides beschäftigt sich seit einigen Jahren mit sogenannten Softbots. Das sind Roboter ohne eine starre Struktur. Ihre Gliedmaßen sind Hohlkammern. Sie können sich verformen und bewegen sich dadurch fort.

    Material-Mix macht Roboter schneller und wendiger
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