Saharasand auf Reisen Ungesunder Wüstenstaub

Wissenschaftler sind besorgt über Staubwolken, die alljährlich aus der Sahara über den Atlantik wehen. Das Phänomen gibt es seit Jahrhunderten, doch in letzter Zeit hat sich der Wüstenstaub dramatisch  verändert.
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Mehr als 70 Prozent der weltweiten Staubemissionen stammen aus Nordafrika, sagen Wissenschaftler. Quelle: gms

Mehr als 70 Prozent der weltweiten Staubemissionen stammen aus Nordafrika, sagen Wissenschaftler.

(Foto: gms)

HavannaJeden Sommer wehen von Sandstürmen in der Sahara aufgewirbelte, mikroskopisch kleine Staubpartikel über den Atlantik bis in die Karibik. Die Folgen: Die Sichtweite im Flugverkehr verringert sich auf wenige Kilometer, Asthmatiker geraten vermehrt in Atemnot.

Das Phänomen existiert, seit es Sand in der Sahara gibt. Doch Wissenschaftler in der Region haben ihm zuletzt mehr Aufmerksamkeit gewidmet – denn die Staubwolken sind größer geworden, und ihre Zusammensetzung verändert sich.

In den vergangenen Wochen hat eine besonders umfangreiche Wolke die Inseln der östlichen Karibik mit Staub überzogen. Sie sorgte für dunstigen Himmel und intensiv orangefarbene Sonnenuntergänge bei Havanna auf Kuba, zog über die mexikanische Halbinsel Yucatán und wurde sogar im US-Staat Wyoming gesichtet. Auf Satellitenbildern der Weltraumbehörde Nasa sind die riesigen Wolken auf ihrem Weg von Afrika nach Westen zu sehen, sie bedecken Hunderte Quadratkilometer.

Wissenschaftlern zufolge haben die sporadisch auftretenden Staubmassen möglicherweise Auswirkungen auf das Klima und können sogar die Bildung von Hurrikanen behindern. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa untersucht das Phänomen inzwischen mit unbemannten Drohnen.

Besonders alarmiert sind Experten, weil in den Wolken enthaltene Partikel auch ein Gesundheitsrisiko darstellen könnten. Wegen des Staubs aus Afrika wurden in diesem Jahr in Puerto Rico bereits zwei Mal Warnungen für Asthmatiker und Allergiker ausgesprochen, und auch die Dominikanische Republik erließ eine Warnung.

Feinstaubpartikel in der Luft werden weltweit mit Atemwegserkrankungen in Verbindung gebracht. In Teilen der Karibik, darunter Puerto Rico, sind die Raten von Asthmaerkrankungen hoch. Ein direkter Bezug zwischen dem afrikanischen Staub und höheren Asthma- oder Lungenkrebsraten wurde indes bislang nicht hergestellt.

Schon Darwin beobachtete das Staubphänomen
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7 Kommentare zu "Saharasand auf Reisen: Ungesunder Wüstenstaub"

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  • Das ist die Rache der Raucher, die von den Bayern in die Wüste geschickt wurden, wetten?

  • Butter bei die Fische! Wo sind die Messungen von Darwin über den Staub, der lediglich aus der Sahara kommt? Und wo sind die heutigen Messungen, die nicht durch andere Herkunft verfälscht sind? Dann können wir weiter darüber reden - oder auch nicht ;-)

  • "Wo bleibt da die Opposition (insbesondere die Grünen) mit der Forderung diesen Feinstaub zu verbieten?"

    Geht nicht - der kommt aus einer benachteiligten Region und muss hier Asyl bekommen !

  • Wo bleibt da die Opposition (insbesondere die Grünen) mit der Forderung diesen Feinstaub zu verbieten?

  • In Deutschland hat sich der Saharastaub über die Jahrhunderttausende zu meterdicken Bodenschichten aufgetürmt. Diese Böden nennt man "Löß-Böden". Sie sind die besten Böden der Republik und bringen im Vergleich den besten Ertrag. Alles ganz natürlich. Bin gespannt, wann der erste Neurotiker dieses Phänomen zur Katastrophe umdeutet und "Alarm" schreit.

  • ja und nun? Soll ich jetzt nur noch mit Atemschutzmaske vor die Tür gehen?

  • Vor Allem Lustig: Bei diesen Staubwolken kommt die Flugsicherung scheinbar nicht auf die Idee, hektisch großräumige Flugverbote zu erteilen; bei Vulkanasche schon. Dabei dürften beides chemisch recht ähnliche, und vor allem ähnlich harte Partikel sein, die die Triebwerke (leicht) schleifen... Vom DLR "begleitet" ein Flieger sogar die Wolken; scheint also Alles doch auch eine Frage der Konzentration zu sein.

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