Satellit Metop-C Europa schickt Hightech-Wetterfrosch ins All

Zwei Satelliten des europäischen Metop-Programms kreisen bereits im All. Am Mittwoch soll Metop-C das Trio komplett machen – und Wettervorhersagen noch einmal deutlich verbessern.
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Mit dem Start von Metop-C wird das europäische Satelliten-Trio zur Wetterbeobachtung komplett sein. Quelle: dpa
Metop-Wettersatellit

Mit dem Start von Metop-C wird das europäische Satelliten-Trio zur Wetterbeobachtung komplett sein.

(Foto: dpa)

BerlinDie europäischen „Metop“-Satelliten haben die Wettervorhersage deutlich verbessert. Zwei der Hightech-Weltraumgeräte sind bereits im All, die dritte und letzte Messsonde der Serie startet am kommenden Mittwoch (7. November).

Wenn „Metop-C“ seine Umlaufbahn 817 Kilometer über der Erde erreicht hat, ist das europäische Wettersatelliten-Trio komplett. „Dadurch wird die Vorhersage noch präziser“, sagt Meteorologe Jörg Asmus vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Denn je mehr Daten die meteorologischen Satelliten sammelten, desto genauer sei die Basis für die Vorhersage-Rechenmodelle.

Dieter Klaes von der Europäischen Wettersatelliten-Organisation Eumetsat rechnet damit, dass die Raumflugkörper gut drei Jahre zu dritt im All arbeiten werden – ein Glücksfall für die Wissenschaft. „Metop-A, gestartet im Jahr 2006, ist schon jetzt mehr als doppelt so lange im All wie ursprünglich geplant.

Eine Atmosphäre wie ein Gemälde
Jupiter-Atmosphäre
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Die NASA hat neue Bilder vom Planeten Jupiter veröffentlicht, die die Raumsonde Juno aufgenommen hat. Diese Aufnahme der Jupiter-Atmosphäre ist aus einer Entfernung von etwas mehr als einem Erdendurchmesser gemacht worden.

Jupiter-Atmosphäre
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Die NASA-Raumsonde Juno wurde am 5. August 2011 gestartet und ist am 4. Juli 2016 in eine Umlaufbahn um den Jupiter eingeschwenkt.

Jupiter-Atmosphäre
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Juno soll herausfinden, ob Jupiter einen festen Kern besitzt. Zudem sollen die Anteile von Wasser, Ammoniak und Methan in der Atmosphäre bestimmt werden.

Jupiter
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Weitere Forschungsziele der Juno-Raumsonde sind die Beobachtung der Konvektion und Erstellung von Windprofilen in der Jupiter-Atmosphäre sowie die Bestimmung des Ursprungs des Jupiter-Magnetfeldes.

Jupiter-Monde
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Diese Aufnahme zeigt den Jupiter und seine zwei größten Monde – Io und Europa.

Jupiter-Aufnahmen
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Diese Bilderreihe zeigt verschiedene Ansichten des Jupiter, die die Raumsonde Juno innerhalb von 95 Minuten aufgenommen hat.

„2021/22 wird er voraussichtlich aus dem Betrieb genommen“, sagt Klaes. „Metop-B weist noch keine Ermüdungserscheinungen auf. Wir hoffen, dass er genauso lange hält.“ Die Nummer zwei wurde vor ziemlich genau sechs Jahren ins All geschossen.

„Metop-C“ soll am Mittwoch um 1.47 Uhr (MEZ) vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou abheben, an Bord einer russischen Sojus-Rakete. Der Fehlstart der Sojus-Rakete am 11. Oktober in Baikonur (Kasachstan) habe darauf keine Auswirkungen, sagt Klaes. Den Start steuert das Europäische Raumflugkontrollzentrum ESOC in Darmstadt – voraussichtlich nach drei Tagen übergibt es dann die Kontrolle an die benachbarte Eumetsat-Zentrale.

Wichtige Daten für die Klimaforschung

Die drei jeweils gut vier Tonnen schweren „Metop“-Flugkörper sind baugleich. „Sie sind aber immer noch auf der Höhe der Zeit, wir können gut mithalten mit allem was neu kommt“, betont Klaes.

Das Trio fliegt in einheitlichen Abständen von 120 Grad in seiner Umlaufbahn. Die Gesamtumlaufdauer jedes der drei Satelliten beträgt etwas mehr als 101 Minuten.

„Jeder wird die Erde 14 Mal pro Tag umrunden und jeden Punkt des Planeten zweimal pro Tag abdecken“, sagt Klaes. „Somit werden wir über einen Zeitraum von drei Jahren sechsmal täglich ein komplettes globales Bild von jedem der Instrumente an Bord erhalten.“ Die Datenreihen seien auch eine gute Grundlage für die Klimaforschung.

Die neun Instrumente an Bord von „Metop-C“ messen Temperatur und Feuchtigkeit, die Zusammensetzung der Atmosphäre und die Meeresoberflächen-Temperatur. Auch Windstärke, -richtung und -geschwindigkeit an der Meeresoberfläche erfassen die Geräte, ebenso Eigenschaften von Wolken, den Wassergehalt des Bodens und Partikel-Anreicherungen im Weltraum.

Neu sei etwa ein sogenannter Ice-Cloud-Imager, der besser feststellen könne, ob Wasser oder Eisbröckchen in den Wolken seien, sagt Asmus. Auch Cirrus-Wolken (Eiswolken) könne das Gerät besser untersuchen. Die Auflösung der Bilder sei zudem höher.

Die Daten werden vor allem für die numerische Wettervorhersage genutzt – für komplexe, mit Computern erstellte Modelle. Dabei geht es um Wettervorhersagen von zwölf Stunden bis zu zehn Tagen. Die Messwerte dienten aber auch dazu, extreme Wetterlagen kurzfristig vorhersagen zu können. Luftqualität, Ozongehalt und andere Klimadaten nimmt „Metop-C“ ebenfalls auf.

Und was kommt nach „Metop-C“? Das erste von drei Satelliten-Paaren der zweiten Generation soll 2021/22 starten, sagt Asmus. Das zweite werde voraussichtlich 2028/29 und das dritte 2035/36 ins All geschickt. Die Gesamtkosten für jedes der beiden Programme belaufen sich auf ungefähr drei Milliarden Euro.

  • dpa
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